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Satz und Text

Zur Relevanz syntaktischer Strukturen zur Textkonstitution

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Edited By Jozef Wiktorowicz, Anna Just and Ireneusz Gaworski

In diesem Band sind 21 (zum Teil erweiterte) Referate enthalten, die anlässlich der Internationalen Tagung zum Thema «Satz und Text. Zur Relevanz syntaktischer Strukturen zur Textkonstitution» vom 21. bis 23. September 2011 an der Universität Warschau gehalten wurden. Das Hauptthema der Tagung war die Relevanz syntaktischer Strukturen zur Textkonstitution, daher konzentrieren sich die Beiträge auf die Analyse solcher syntaktischen Elemente, die auf der Satz- und Textebene in verschiedenen Textsorten eine textverknüpfende Funktion haben. Gegenstand der Analyse sind unterschiedliche Textsorten und Textgattungen. Als empirische Grundlagen dienen hier neben religiösen Texten auch chronikalische Aufzeichnungen, Ratsprotokolle, Privatbriefe adliger Frauen und literarische Texte. Die meisten Beiträge konzentrieren sich auf die frühneuhochdeutsche Periode, in drei Beiträgen steht die althochdeutsche Periode im Zentrum der Analyse und drei weitere Beiträge behandeln die syntaktischen Strukturen in der neuhochdeutschen Zeit.

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Recht und Roman treffen sich 1505 auf einem Krakauer Dach

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Alexander Schwarz (Lausanne) / Krystyna Waligóra (Krakau) 1. Der Behem-Codex Der „Codex Picturatus Balthasaris Behem“ ist eine um 1505 nach heute m eist verlore­ nen Originalen angelegte, unvollendet gebliebene und später teilweise fortgeführte Abschriftensammlung m it für die Geschichte der Stadt Krakau wichtigen Urkunden: Privilegien, Eidesformeln, städtischen Verordnungen und Zunftsatzungen. Die Privile­ gien sind hauptsächlich in lateinischer, die Eidesformeln und Stadt- sowie Zunftsat­ zungen m eist in deutscher Sprache geschrieben. Im Jahre 1505 schenkte der damalige Stadtnotar Balthasar Behem den Codex den Krakauer Ratsherren, verm utlich in der Hoffnung, selbst zum Ratsherrn gewählt zu w erden.1 Nach seiner Vorrede au f den ers­ ten Blättern des Codex wollte er m it seinem Codex dem Krakauer Stadtrat einen leich­ teren Z ugriff au f die Privilegien ermöglichen. Nach Behem benannt ist der Codex des­ halb, weil er w ahrscheinlich von diesem selbst angefertigt wurde; „Picturatus“ bezieht sich au f die insgesamt 27 Miniaturen, von denen 25 m it den Krakauer Zünften verbun­ den sind. Er wurde im Jahr 1825 vom Senat der Stadt Krakau der Jagiellonen- Bibliothek geschenkt2 und gehört heute zu deren größten Schätzen. 1a Das Ulenspiegel-Fragment 1969 entdeckte der Zürcher Bibliophile Peter Honegger im Einband eines von ihm erworbenen lateinischen Reineke Fuchs sechzehn w aagrecht halbierte Blätter eines Eulenspiegeldruckes. Er schrieb ihn dem Straßburger Drucker und Verleger Johannes Grüninger zu, von dem der älteste vollständige und datierte Druck 1515 stammt, und...

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