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Sprachenpolitik in Österreich

Bestandsaufnahme 2011

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Rudolf de Cillia and Eva Vetter

Das Buch hält eine Rückschau auf die letzten zehn Jahre Sprachenpolitik in Österreich. ExpertInnen nehmen zu den zentralen Aktionsfeldern österreichischer Sprachenpolitik Stellung. Sie schließen dabei an die Bestandsaufnahme 2001 an (Busch/de Cillia 2003) und skizzieren die Entwicklungen im Zeitraum von 2001 bis 2011. In der Mehrzahl der sprachenpolitischen Felder sind die Befunde ernüchternd, in einigen Bereichen (z.B. Österreichische Gebärdensprache, Basisbildung, Fremdsprachenunterricht) zeigen sich positive Veränderungen. Das Buch schließt mit der «Klagenfurter Erklärung 2011». Diese im Anschluss an die Klagenfurter Erklärung 2001 neu formulierte Erklärung zur sprachenpolitischen Situation in Österreich enthält die zentralen Forderungen, die sich aus aktueller Sicht ergeben.

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Gero Fischer / Ursula Doleschal: Von Minderheitensprachen zu Nachbarsprachen – Die Rolle der Minderheitensprachen in Österreichs Bildungswesen 2011

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68 Gero Fischer / Ursula Doleschal Von Minderheitensprachen zu Nachbarsprachen – Die Rolle der Minderheitensprachen in Österreichs Bildungswesen 2011 Im Jahre 1989 veröffentlichte die Österreichische Rektorenkonferenz den Bericht der Arbeitsgruppe „Lage und Perspektiven der Volksgruppen in Öster- reich“, der anlässlich einer geplanten Gesetzesänderung im Kärntner Minder- heitenschulwesen 1988 entstand. Dieser Bericht enthält im Teil B „Empfeh- lungen und Perspektiven“ einen Maßnahmenkatalog, der sowohl das zwei- sprachige Bildungswesen betrifft (Österreichische Rektorenkonferenz 1989: 184-186) als auch die österreichische Sprachenpolitik im Hinblick auf die Volksgruppen (a. a. O.: 189-190), sowie dazugehörige Forschungsdesiderata (a. a. O.: 195-196). Liest man diese Seiten im Jahre 2012, so stellt man erstaunt fest, dass 23 Jahre vergangen sind und sich auf den ersten Blick nichts geändert hat, d. h., sowohl die Maßnahmen als auch die Forschungsdesiderata sind nicht oder jedenfalls nicht in ausreichendem Maße erfüllt, als dass man sie als erledigt betrachten könnte. Einige der Forderungen und Vorschläge wurden daher 2010 in der gleichen Form in einem Maßnahmenkatalog der vom Bundeskanzleramt einberufenen Arbeitsgruppe „Sprache und Bildung“ eingebracht und schon davor in Fischer (2003), BM für Unterricht, Kunst und Kultur / BM für Wissen- schaft und Forschung (2008: 37-38) und in der Klagenfurter Erklärung62 formuliert. Dies betrifft vor allem die Lehrer/innenbildung, die Ausbildung der Kinder- gärtner/innen, die Darstellung der Volksgruppen in Schulbüchern und die Didaktik des zweisprachigen Unterrichts. In diesem Bereich hat sich in den letzten 20-25 Jahren nichts grundlegend ver...

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