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Die ökonomische Analyse des Rechts

Entwicklung und Perspektive einer interdisziplinären Wissenschaft- Festschrift für Michael Adams-

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Edited By Henning Curti and Tobias Effertz

Diese Festschrift für Professor Dr. Michael Adams stellt einen Querschnitt aus den Forschungsbereichen zusammen, denen er sich während seiner bisherigen wissenschaftlichen Tätigkeit intensiv widmete. Sie umfassen u.a. die Regulierung von Tabakprodukten, Prävention gefährlichen Konsums, die ökonomische Analyse von Religion, Institutionenökonomie, Glücksspiel und dessen Regulierung, Familienökonomie, Gesellschaftsrecht und das Thema Vorstandsvergütung. Die Zusammenstellung von Beiträgen seiner Kollegen und Schüler diskutiert sowohl grundsätzliche Fragestellungen des Law & Economics Bereiches als auch aktuelle Probleme verschiedener Teil-Gebiete.

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Warum werden in Deutschland so wenige Kinder geboren? - Eine ökonomische Analyse familienpolitischer Einflüsse auf die Anzahl der Geburten in Deutschland - Tobias Effertz

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327 Warum werden in Deutschland so wenige Kinder geboren? - Eine ökonomische Analyse familienpolitischer Einflüsse auf die Anzahl der Geburten in Deutschland Tobias Effertz1 Zusammenfassung Deutschland steht vor einem massivem demographischen Problem: die deutsche Be- völkerung wird immer älter, gleichzeitig liegen die Deutschen mit 1,41 Kindern pro Frau international auf einem der hintersten Plätze. Ökonomen sind sich darin einig, dass diese Entwicklungen mittel- bis langfristig zu großen Finanzierungsproblemen in den sozialen Sicherungssystemen führen werden. Immer weniger nachwachsende Berufstätige müssen eine immer größere Anzahl an Rentnern finanzieren. Die herr- schende Diskussion um die richtige Familienpolitik ist leider nicht zielführend und vernachlässigt häufig die ökonomische Sicht, dass Eltern ihr Verhalten an unter- schiedlichen familienpolitischen Anreizen ausrichten. In dieser Studie wird deshalb untersucht, wie Eltern und die Anzahl an Geburten in Deutschland durch unter- schiedliche familienpolitische Instrumente beeinflusst wurden. Es zeigt sich, dass insbesondere finanzielle Transfers wie Kindergeld und Elterngeld einen deutlichen positiven Einfluss auf das Geburtengeschehen hatten, während viele politisch teils heftig umkämpfte Faktoren etwa die Zunahme an Scheidungen, Schwangerschafts- unterbrechungen und die Pille keine negative, sondern teils sogar positive Rollen spielten. Es ist erklärtes familienpolitisches Ziel, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie für Frauen und Männer herzustellen. Dass dies mit den aktuellen Maßnah- men etwa dem Kinderförderungsgesetz (KiFöG) aber zu Zielkonflikten mit der Ge- burtenrate führen könnte wird nicht hinreichend bedacht. Dieser Beitrag diskutiert deshalb kritisch, welche familienpolitischen Instrumente...

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