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Streifzüge durch die Welt der Sprachen und Kulturen

Festschrift für Dieter Huber zum 65. Geburtstag-

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Edited By Melanie Arnold, Silvia Hansen-Schirra and Michael Poerner

Der Band versammelt Beiträge aus den Bereichen der Sprachwissenschaft, der Kulturwissenschaft und der Translationswissenschaft. Freunde, Kollegen und Schüler gratulieren dem Jubilar, der den Lehrstuhl für Allgemeine und Angewandte Sprachwissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz innehatte, zu seinem 65. Geburtstag. Die Sammlung zeichnet sich durch die große Bandbreite an behandelten Themen aus, die sich auch in der Lehr- und Forschungstätigkeit des Jubilars widerspiegelt.

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Rebekka Bratschi: Alles ganz easy? Vom Gesetzestext zu einer „Sprache der Nähe“

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75 Rebekka Bratschi Alles ganz easy? Vom Gesetzestext zu einer „Sprache der Nähe“ 1 Mündlichkeit und Schriftlichkeit Mündliche Äußerungen und schriftliche Äußerungen unterscheiden sich be- kanntlich stark. In der Face-to-Face-Kommunikation, der prototypischen Form mündlicher Kommunikation, stehen dem Sprecher neben der Sprache weitere Mittel zur Übermittlung seiner Botschaft zur Verfügung: „In normal face-to-face conversation, human speakers typically transmit their message si- multaneously via several channels (acoustical, visual, tactile, olfactory, etc.) involving both verbal and nonverbal, vocal and nonvocal, linguistic and paralinguistic means of communi- cation.“ (Huber 1996: 259) In anderen Situationen wie beim Telefongespräch, wo sich Sprecher und Hörer nicht sehen und somit Mimik und Gestik als Informationsträger wegfallen, hat der Sprecher zur Informationsübermittlung immer noch das gesamte lautliche Spektrum zur Verfügung und kann insbesondere auf prosodische Mittel wie Sprechtempo, Intonation und Pausen zurückgreifen. All diese Möglichkeiten – Gestik, Mimik, Prosodie – stehen in schriftlichen Äu- ßerungen nicht zur Verfügung. Denn im Gegensatz zur mündlichen gibt es bei der schriftlichen Kommunikation in der Regel keinen direkten Kontakt zwischen Schreiber und Leser, was die möglichen Kommunikationskanäle einschränkt. Die unterschiedlichen Rahmenbedingungen haben aber nicht nur einen Einfluss darauf, welche Kommunikationskanäle überhaupt zur Verfügung stehen. Sie ha- ben auch Auswirkungen darauf, wie viele (und welche) Informationen über die Sprache übermittelt werden und wie diese Informationen sprachlich verpackt sind. Es gilt, dass: „[…] gesprochene Sprache im Vergleich zu geschriebener Sprache einerseits eine Reihe von Informationsdefiziten vor allem...

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