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Streifzüge durch die Welt der Sprachen und Kulturen

Festschrift für Dieter Huber zum 65. Geburtstag-

Series:

Melanie Arnold, Silvia Hansen-Schirra and Michael Poerner

Der Band versammelt Beiträge aus den Bereichen der Sprachwissenschaft, der Kulturwissenschaft und der Translationswissenschaft. Freunde, Kollegen und Schüler gratulieren dem Jubilar, der den Lehrstuhl für Allgemeine und Angewandte Sprachwissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz innehatte, zu seinem 65. Geburtstag. Die Sammlung zeichnet sich durch die große Bandbreite an behandelten Themen aus, die sich auch in der Lehr- und Forschungstätigkeit des Jubilars widerspiegelt.

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Michael Poerner/Melanie Arnold: ‚Eigentümliche Weltsicht‘ auf Chinesisch? Über die Problematik der Vermittlung interkultureller und fremdsprachlicher Kompetenzen

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89 Michael Poerner Melanie Arnold ‚Eigentümliche Weltsicht‘ auf Chinesisch? Über die Problematik der Vermittlung interkultureller und fremdsprachlicher Kompetenzen 1 Sprachlos, und trotzdem kompetent? Spätestens seit der kulturellen Wende wird kaum noch jemand einen signifikan- ten Zusammenhang zwischen Sprache und Kultur bestreiten wollen. Es ist eine Binsenweisheit, dass es ohne sprachliche Kenntnisse schwer fällt, sich in inter- kulturellen Kontexten zurechtzufinden und zu orientieren. Wenn man eine passi- ve Zuschauerperspektive überwinden und tatsächlich mit Menschen in Interakti- on treten möchte, dann ist die Kenntnis einer Fremdsprache eine konstitutive Vo- raussetzung. Soweit, so bekannt. Wie sich dieser Zusammenhang zwischen interkulturellen und fremdsprachlichen Kompetenzen theoretisch konzeptionalisieren und praktisch umsetzen lässt, ist allerdings alles andere als eindeutig geklärt. Das gilt für den Fremdsprachenerwerb ebenso wie für die Rol- le fremdsprachlicher Kenntnisse bei der Ausbildung interkultureller Kompeten- zen – etwa im Kontext von Studienangeboten, wie sie unter der Bezeichnung ‚Interkulturelle Kommunikation‘ in den letzten Jahren entstanden sind. Vor diesem Hintergrund beschäftigt sich der vorliegende Beitrag mit folgenden Leitfragen: Wie könnte man die Ausbildung fremdsprachlicher und interkulturel- ler Kompetenzen sinnvoll zusammenführen, ohne dabei die Anforderungen ge- genwärtiger Theoriebildung aus den Augen zu verlieren? Welche curricularen Konsequenzen lassen sich daraus für regionalbezogene Studiengänge ableiten, deren Alleinstellungsmerkmal per definitionem in der zielsprachlichen und ziel- kulturellen Expertise besteht? Bei dem Versuch sich möglichen Antworten anzu- nähern, schöpfen die beiden Autoren aus drei Quellen, die alle eng mit der Per- son des Jubilars in...

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