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Aktuelle Themen und Theoriediskurse in der Sozialen Arbeit

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Edited By Nina Oelkers and Martina Richter

Dieser Sammelband widmet sich der Analyse gegenwärtiger Transformationsprozesse Sozialer Arbeit aus unterschiedlichen theoretischen Blickwinkeln. In den Beiträgen wird sich mit ausgewählten neuen oder neu thematisierten Begriffen, Konzepten und Theorienentwürfen beschäftigt, die Aufschluss geben können über eine reformulierte Funktionsbestimmung Sozialer Arbeit. Diese wird im Kontext aktueller Debatten um einen «Aktivierenden Sozialstaat» kritisch reflektiert.

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Employability - Konzeption und Bedeutsamkeit vor dem Hintergrund postmoderner Gesellschaft. Margit Stein

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Employability - Konzeption und Bedeutsamkeit vor dem Hintergrund postmoderner Gesellschaft Margit Stein 1 Einleitung: Employability als Modekonstrukt Die sich rasant fortentwickelnde und ständig wandelnde Arbeitswelt stellt Poli- tik, Gesellschaft und Wirtschaft vor eine Fülle von Herausforderungen: Sich zu- nehmend fragmentierende und nur mehr temporär angelegte Arbeitsverhältnisse mit Zeitverträgen lösen Festanstellungen ab; das Segment der nur mehr teilzeit- oder stundenweise beschäftigten Personen steigt an; Arbeitsplätze werden ins Ausland verlagert oder in Telearbeitsplätze umgewandelt. Früher als Stammbe- legschaft beschäftigte Menschen bringen nun als (Schein)Selbständige ihre Ar- beitskraft und Dienstleistung in Unternehmen ein. Hierarchische Strukturen, die früher organisatorische Unternehmenseinheiten prägten, werden zugunsten fle- xibler Arbeitsgruppen, die nur mehr temporär in bestimmten Zusammensetzun- gen an einem bestimmten Projekt arbeiten, aufgebrochen. Zudem verblasst zu- nehmend der Mythos des Aufstiegs durch Bildung nach dem meritokratischen Prinzip in einer Zeit der Knappheit von Ausbildungs- und Arbeitsplätzen, da sich anhand der Diskriminierungslinien von sozioökonomischer und soziokultu- reller Herkunft neue soziale Ungleichheiten formieren. Dennoch werden die Übergangsprobleme in die Ausbildung häufig privatisiert und internal stabil als individuelles Versagen attribuiert und interpretiert (vgl. hierzu Sennett 1998; Kocka/Offe 2000; Braun/Wetzel 2006). Alle diese Veränderungen verunsichern den einzelnen nicht nur, sondern fordern ihm weitreichende fachliche und überfachliche Kompetenzen ab, die sich nicht mehr allein in Qualifikationen festschreiben lassen, um in dieser postmodernen Arbeitswelt bestehen zu können. Diese Verunsicherung wird auch dadurch perpetuiert, dass es der (Bil- dungs)politik, Bildungsinstitutionen vor Ort...

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