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Schulische Kinderrechtsbildung in Deutschland

Eine Untersuchung zur Umsetzung des Art. 42 KRK im deutschen Schulwesen

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Torsten Krause

Krause prüft, inwieweit es gelingt, in der Schule einen angemessenen Rahmen für die Vermittlung von Kinderrechten zu etablieren. Dazu wurden die Rahmenlehrpläne der Bundesländer sowie die verfügbaren Fort- und Weiterbildungsangebote auf Landesebene untersucht. Die Auswertung ergänzt er durch qualitative ExpertInnen-Interviews, die auch für sich gelesen schon wertvolle Schlüsse zulassen. Erfreuliches Fazit der Untersuchung ist das uneingeschränkte Ja zu Kinderrechten, das sich bei allen Interviews und mit Ausnahmen auch in den Rahmenlehrplänen finden lässt. Insgesamt jedoch kommt Krause zu einer kritischen Einschätzung der Kompetenzen und Möglichkeiten der LehrerInnen, sich durch Fort- und Weiterbildung zu Agentinnen und Agenten der Kinderrechte zu entwickeln.

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7 Feststellungen und Empfehlungen

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Aus Artikel 42 der Kinderrechtskonvention leitet sich im Zusammenwirken mit Artikel 29 die Pflicht der Vertragsstaaten zur Kinderrechtsbildung ab. Unter- stützt wird dies ebenfalls durch Artikel 26 der Allgemeinen Erklärung der Men- schenrechte. Schulen haben demnach den Auftrag, Kinderrechte bekannt zu ma- chen und zur Achtung selbiger zu erziehen.149 Daneben kommen der Aufklärung über die Rechte des Kindes und der Fortbildung insbesondere von Fachkräften, die mit Kindern und jungen Menschen arbeiten, besondere Rollen zu, um der Absicht des Artikels 42 KRK zu entsprechen.150 Gelingende Kinderrechtsbildung vermittelt die notwendigen Kenntnisse da- bei auf mehreren Ebenen. Kindern sollte Wissen über die Kinderrechtskonventi- on vermittelt und ihnen sollten Handlungsmöglichkeiten bei Verstößen und Ge- fährdung ihrer Rechte aufgezeigt werden. Des Weiteren sollen sie die Werte und Ideale der Kinderrechtskonvention vertreten können.151 Gut praktiziert, trägt dieser Prozess zur Entwicklung der Persönlichkeit und Stärkung der Selbstach- tung bei Kindern und jungen Menschen bei. Kinderrechtsbildung ist damit mehr als die Vermittlung von Wissen.152 Sie ist im besten Fall Katalysator der Menschwerdung. Entsprechend positive Auswirkungen auf das Schulklima sind heute bereits dort feststellbar, wo Kinderrechtsbildung stattfindet.153 Einen ent- scheidenden Beitrag für diesen positiven Effekt leisten das große Interesse und die Freude der Schülerinnen und Schüler an der Thematisierung der Kinderrech- te. Die Beschäftigung mit Situationen aus ihrem Leben und mit Bezügen zu ih- rem Alltag ist Grundlage dieses Resultats.154 Dieser positiven Effekte ungeachtet, kommt erst die Hälfte der Länder...

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