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Aquele século teve muitas heroinas

Festschrift für Maria de Fátima Viegas Brauer-Figueiredo zum 70. Geburtstag

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Edited By Henry Thorau, Kathrin Sartingen and Paulo de Medeiros

Der Sammelband ist eine Festschrift zum 70. Geburtstag von Dr. Maria de Fátima Viegas Brauer-Figueiredo, die von 1968 bis 2008 als Dozentin und Lektorin für Portugiesisch an der Universität Hamburg unterrichtet hat. Ihr Wirken reicht weit über ihre Heimatuniversität hinaus: als Pädagogin und Sprachwissenschaftlerin wie als Autorin mehrerer Standardwerke hat sie den portugiesischen Sprachunterricht und die Lusitanistik an deutschsprachigen Universitäten nachhaltig geprägt. Ihr Praktisches Lehrbuch Portugiesisch, 1975 bei Langenscheidt publiziert, erreichte bis 2003 die 18. Neuauflage, 1978 zeichnete sie verantwortlich für die Neufassung von Langenscheidts Universalwörterbuch Portugiesisch. Der Band enthält Prosa und Lyrik von Lídia Jorge, Teolinda Gersão und Fernando Clara sowie Aufsätze von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zu lusitanistischen Themen aus den Bereichen der Literatur-, Kultur- und Sprachwissenschaft. In ihrer Bandbreite spiegeln die Texte das große Wissens- und Forschungsspektrum von Fátima Viegas Brauer-Figueiredo wider.

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Auch Portugal ist Iberia

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Rolf Nagel Immer wieder wird die Iberia sowie Iberoamerika gleichgesetzt mit Spanien und Spanischamerika. Dabei ist “Ibero-” ein ethnischer Begriff, sodann ein geogra- phischer, der an Deutlichkeit kaum verloren hat, wenn wir von der iberischen Halbinsel sprechen, die ja zumindest die drei Kulturnationen der Portugiesen, Kastilier und Katalanen beheimatet. Was Amerika betrifft, so hilft man sich aus dem Dilemma, indem man von Lateinamerika spricht, denn sowohl portugiesi- sche Sprache und Kultur als auch spanische gehen auf das Lateinische zurück. Für die Sprache haben die Lateinamerikaner ihre eigene Gewohnheit eingeführt: um von dem politischen Begriff Spanien loszukommen, wird die Sprache histo- risch richtig als Kastilisch (castelhano) bezeichnet. Vor einigen Jahren brach bei einer internationalen Konferenz der spanische Hegemonieanspruch – wir hoffen unbewußt wenngleich dadurch nicht weniger signifikant – aus dem Munde des spanischen Regierungschefs, als er ausrief: “Spanien ist Iberoamerika.” (Vgl. El País vom 27. Januar 1992.) Darauf fühlte sich der portugiesische Präsident Mário Soares zu einer Ge- genrede herausgefordert, die nicht nur historisch exakte Positionen darstellt, sondern sicher auch angemessen ist, wenn die besondere portugiesische Art im Völkerkonzert der iberischen und neu-iberischen (amerikanischen) Welt zur Geltung kommen soll! Lassen wir den Portugiesen sprechen: In Iberoamerika gibt es zwei Sprachen – Spanisch und Portugiesisch – und eine na- türliche Solidarität, die aus den gemeinsamen Wurzeln, aus der Verwandtschaft der Kulturen und aus der Identität der durch Geschichte und geographische Nachbar- schaft gewebten Verflechtungen herrührt. Spanien und Portugal haben die Europäi- sche...

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