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Kinderwörterbücher

Lexikografische und glottodidaktische Eigenschaften am Beispiel deutsch-polnischer und polnisch-deutscher Wörterbücher

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Magdalena Lisiecka-Czop

Die Autorin beschäftigt sich in ihrer lexikografischen Untersuchung mit Geschichte und Gegenwart bebilderter Kinderwörterbücher. Im Schwerpunkt ihrer Studie stellt sie zeitgenössische deutsch-polnische und polnisch-deutsche Wörterbücher für Kinder vor und analysiert diese auf ihre fremdsprachendidaktische Relevanz. Die Arbeit will auf die folgenden Fragen die Antwort geben: Wie werden zwei- und mehrsprachige Kinderwörterbücher textlich und bildnerisch gestaltet? Wodurch unterscheiden sie sich von Wörterbüchern für andere Altersgruppen und welche Bedeutung haben Kinderwörterbücher für den frühen Fremdsprachenunterricht?

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0. Einleitung

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0.1 Anlass der Arbeit In den letzten Jahrzehnten sind zweisprachige Wörterbücher für Kinder im pol- nischen Buchhandel immer populärer geworden. Allein in den Jahren 1990- 2010 sind fast 40 lexikografische Werke mit dem Sprachenpaar Deutsch- Polnisch und etwa ebenso viele mit Englisch-Polnisch erschienen1. Aber auch Kindern, die andere Fremdsprachen, z.B. Französisch, Italienisch, Russisch, Spanisch, oder Minderheitensprachen (z.B. Kaschubisch) lernen, werden jeweils einige Wörterbuchtitel angeboten. Die polnischen Behörden erkennen der Wör- terbuchkompetenz beim Erlernen einer Fremdsprache auf allen Bildungsstufen eine große Bedeutung zu: Seit 2009 ist die Kompetenz, ein Kinderwörterbuch zu benutzen, sogar als Lehr- und Lernziel in den polnischen Rahmenrichtlinien (poln. podstawa programowa) für den frühen Fremdsprachenunterricht ge- nannt2. Kinderwörterbücher für Fremdsprachenlernende sind übrigens auch in anderen Ländern Erfolgsbücher – beispielsweise ist die Vielfalt an erfassten Sprachen wie auch die Anzahl von erschienenen Titeln in Deutschland noch um- fangreicher als in Polen (s. Bibliografie). Kinderwörterbücher sind heute grundsätzlich bebildert und damit in ihrer Art ein lexikografischer Sonderfall: eine Hybride, die zugleich Merkmale eines Kinderbuches und eines Wörterbuches aufweist. Trotzdem finden sie in wichti- gen Handbüchern und Lexika zur Kinder- und Jugendliteratur weder unter „Kindersachbüchern“ noch unter „Bilderbüchern“ Erwähnung3. Auch in der me- talexikografischen Forschung sind sie – ungeachtet ihrer Bedeutung als Unter- richtsmittel und ihres unzweifelhaft gewichtigen Anteils an den Wörterbuch- programmen einschlägiger Verlage – bisher nur marginal behandelt worden. Die vorliegende Monografie will die bestehende...

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