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Ludwig Bechstein: Die kleinen Novellen und die Erzählungen

Inhalte – Kommentare – Materialien

Susanne Schmidt-Knaebel

Ludwig Bechstein (1801 bis 1860) ist heute vor allem durch seine Märchen- und Sagenadaptationen bekannt. Er hat aber auch zahlreiche Romane und Erzählungen geschrieben, von denen nicht wenige zu seinen Lebzeiten äußerst erfolgreich waren. Diese Studie ist denjenigen Texten gewidmet, die der Autor selbst als seine kleinen Novellen bezeichnet. Mit einer interdisziplinären Methode, die Arbeitsweisen der Literaturwissenschaft um die einer Linguistik literarischer Texte ergänzt, wird für jede Novelle ein dreiteiliger Kommentar erstellt. Er besteht aus einer Inhaltsangabe, der Beschreibung der semantischen und syntaktischen Besonderheiten und einer Zusammenstellung der zeitgenössischen, beziehungsweise – falls vorhanden – moderneren Kritik. Besonderes Gewicht wird dabei auf die Frage nach den Quellen der einzelnen Texte und deren Bezügen zu anderen Teilen des Gesamtwerks gelegt. So lassen sich frühe von mittleren und späten Texttypen unterscheiden, und diejenigen Rezensenten werden widerlegt, die Bechstein jede Entwicklung in Bezug auf seine erzählende Prosa abgesprochen haben. Ferner lassen sich die Fremdanteile in drei postum veröffentlichten letzten Novellen identifizieren.

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2 Erzählungen und Phantasiestücke (1831)

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Vier Bände. Stuttgart (Hallberger’sche, vorm. Frankh’sche Verlagshandlung). Band 1 enthält die Titel Die Opfer des Wahns. Eine Erzählung aus der Mitte des vierzehnten Jahrhunderts, Der Maskenball. Ein Phantasiestück, Des Schicksals Walten. Eine Er- zählung und Die arme Seele. Ein Klostermährchen, Band 2: Manoel. Eine Erzählung aus der zweiten Hälfte des siebzehnten Jahrhunderts, Der Pedell. Ein Nachtstück in zwei Hälften (Vormitternacht Nachmitternacht) und Die Vision. Ein Phantasie- stück. Band 3 umfasst Zettelträgers selige Nächte. Ein Nachtstück aus den Papieren eines Freundes, Die beiden Rosen. Eine Erzählung aus der Zeit des spanischen Feld- zuges und Die Singstube. Phantasiestück, Band 4: Die Babenberger. Historische Skizze aus dem ersten Jahrzehend des zehnten Jahrhunderts, Der Mönch. Ein Nacht- stück und Der Naturforscher. Ein Phantasiestück. Die Anthologie Erzählungen und Phantasiestücke ist die Sammlung der Ich-Erzählungen, der Traummotive und visio- nären Themen. Zum Texttyp der frühen Bechstein-Novelle insgesamt vgl. das Nach- wort. Am Ende von Band 1 und 2 gibt es umfangreiche Druckfehler-Listen. Band 4 steht im Internet unter http://books.google.de zur Verfügung, alle vier Bände sind 2011 als Reprint in moderner Broschur bei NabuPress erschienen. Eine Übersicht über die literarischen Arbeiten der Jahre 1828/9 auf dem Vorsatzblatt des handschriftlichen Poetischen Quodlibet (1. Band, GSA Weimar, Nachlass Lud- wig Bechstein, Signatur 4/1) weist aus, dass die erste der geplanten Novellenantholo- gien ursprünglich den Titel ,Phantasiestücke und Nachtstücke’ tragen...

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