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Rechtsextremistischer Straßendiskurs in Deutschland

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Lukasz Kumiega

Die Studie behandelt Rechtsextremismus in Deutschland aus diskursanalytischer Perspektive. Es werden Kategorisierungen des Rechtsextremismus in den staatlichen, wissenschaftlichen und zivilgesellschaftlichen Institutionen rekonstruiert und kritisch betrachtet. Auf dieser Basis wird anhand eines diskurskritischen Mehr-Ebenen-Modells der rechtsextremistische Straßendiskurs am Beispiel der Aktionsform Demonstration analysiert. Als empirische Grundlage werden die während der rechtsextremistischen Demonstrationen getragenen Bekleidungsstücke bestimmt, einer Feinanalyse unterzogen und letztlich als Spuren der umfassenderen Wandlungsprozesse der rechtsextremistischen Szene in Deutschland interpretiert.

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B. Anwendung

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Im folgenden Teil B dieser Arbeit wird das empirische Material, das während der Beobachtung rechtsextremistischer Demonstrationen gesammelt wurde, einer dis- kurs- und zum Teil dispositivanalytischen Auswertung unterzogen. Dabei werden drei Dimensionen des rechtsextremistischen Straßendiskurses erfasst. Mit dem vorwiegend diskursanalytisch-orientierten Instrumentarium werden die aktuellen Entwicklungen innerhalb der straßenorientierten Aktivitäten der Rechtsextremisten (am Beispiel des Parameters Bekleidung) erfasst. Auf dieser Ebene wird nach intra- und interdiskursiven Prozessen gefragt. Durch den Bezug auf die Kategorie des diskursiven Wandels wird auch die historische Dimension der untersuchten Prob- lematik thematisiert. Im letzten Schritt wird der rechtsextremistische Straßendis- kurs in einen breiteren Kontext gesetzt. Mit Hilfe der Kategorie des Dispositivs werden einige Hypothesen in Bezug auf die weiteren Entwicklungen innerhalb des deutschen Rechtsextremismus vorgenommen. 4. Begriffliche Klärung und methodische Einleitung Im folgenden Kapitel geht es darum begriffliche Klärungen vor dem Hintergrund des zu untersuchenden Gegenstandes vorzunehmen sowie die methodischen Schrit- te in Bezug auf die Zusammenstellung des Korpus darzustellen. 4.1 Straße als diskursiver Aktionsraum Da im empirischen Teil dieser Arbeit der rechtsextremistische Straßendiskurs (am Beispiel der Aktionsform: Demonstration) analysiert wird, muss begrifflich geklärt werden, wie Straße und Demonstration in der vorliegenden Arbeit verstanden werden. Straße oder – breiter gefasst – der öffentliche Raum sind im Kontext der Rechtsextremismusforschung relativ selten Untersuchungsgegenstand (vgl. Virchow 2006; Schedler 2011). In anderen Kontexten aber (sowohl in allgemein- theoretischen wie auch empirischen) verhält sich das anders: in diesem Zusam- menhängen wurde die Straße schon oft als Untersuchungsfeld in...

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