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Propädeutik der Unterrichtsmethoden in der Waldorfpädagogik

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Angelika Wiehl

Das Theoriekonzept der waldorfpädagogischen Unterrichtsmethoden von Angelika Wiehl beschreitet Neuland, da zum Theoriebestand der Waldorfpädagogik bisher wenige wissenschaftliche Arbeiten vorliegen – und das, obwohl seit 2000 das wissenschaftliche Interesse an der Waldorfpädagogik stetig steigt. Als zentralen Punkt hebt die Autorin hervor, dass die Unterrichtsmethode mit dem Weg identisch sei, den die Erkenntnis geht. Das Buch stellt argumentativ klar begründet ein neues Forschungsfeld vor, das eine große Relevanz für den zukünftigen Dialog zwischen der Allgemeinen Pädagogik und der Waldorfpädagogik hat. In der Propädeutik der waldorfpädagogischen Unterrichtsmethoden wird die Waldorfpädagogik als ein entwicklungsoffenes Arbeitsfeld vorgestellt.

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Geleitwort

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Die Waldorfpädagogik gilt im erziehungswissenschaftlichen Kontext als ideologisch belastet. Die Veröffentlichungen von Klaus Prange (2000), Heiner Ullrich (1986) und Ehrenhard Skiera (2010) markieren den Stand der erziehungswissenschaftlichen Kritik an einer weltanschaulich befangenen und – wie es in einem Bericht des Wissenschafts- rates heißt – „außerwissenschaftlichen Erziehungslehre“. Ungeachtet dessen gab es vor allem seit 2000 ein steigendes wissenschaftliches Interesse, welches sich auf Basis der quantitativen und qualitativen empirischen Sozialforschung insbesondere mit der Praxis der Waldorfpädagogik befasst hat. Inzwischen liegen national und international achtzig empirische Studien zur Wal- dorfpädagogik vor. Der Theoriebestand der Waldorfpädagogik ist allerdings bisher weniger Gegenstand des wissenschaftlichen Interesses gewesen. Die vorliegende Schrift von Angelika Wiehl beschreitet hier Neuland. Sie befasst sich mit dem Theoriekonzept der Waldorfpädagogik, wofür es in der Erziehungswissenschaft bisher nur wenige Vorläufer gibt. Dabei nimmt sie eine besondere Stellung ein, weil sie erstmalig den zentralen Aspekt der waldorfpädagogischen Methoden unter propädeu- tischen Gesichtspunkten beleuchtet. Nicht anthroposophische Inhalte werden zum Gegenstand des Theoriekonzeptes der Waldorfpädagogik herausgestellt, sondern die Anthroposophie selbst wird als erkennt- nismethodisches Instrument aufgefasst, das gegenüber den einzelnen Unterrichtsme- thoden der Waldorfpädagogik eine propädeutische Funktion hat. Es wird eine Propädeutik der Unterrichtsmethoden mit dem allgemeinen Ziel vor- gestellt, die Unterrichtsmethoden der Waldorfpädagogik in die Methodendiskussion der Erziehungswissenschaft hinein zu stellen. Der Terminus „Propädeutik“ verspricht eine Einführung und zugleich eine Grundlegung von Unterrichtsmethoden. Konkret zeigt Angelika Wiehl auf verschiedenen sehr unterschiedlichen Ebenen, dass Anthroposophie als Erkenntnislehre allein...

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