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Peter Hoffmann – Studien zur Kultur- und Wissenschaftsgeschichte sowie zu den deutsch-russischen Beziehungen des 18. und 19. Jahrhunderts

Gesammelte Aufsätze, anlässlich des 90. Geburtstages

Lothar Kölm and Michael Schippan

Anlässlich seines 90. Geburtstages vereinigt dieser Band 16 bisher unveröffentlichte Aufsätze und acht Rezensionen des Osteuropahistorikers Peter Hoffmann zur Kultur- und Wissenschaftsgeschichte sowie zu den deutsch-russischen Beziehungen im 18. und 19. Jahrhundert. Das Schriftenverzeichnis erfasst seine Publikationen von 1951 bis 2015. Im Mittelpunkt der Studien steht die Zeit der Aufklärung. Persönlichkeiten wie Zar Peter I. sowie die Wissenschaftler G. F. Müller und J. Beckmann werden vorgestellt. Besonderes Augenmerk gilt dem aus Russland nach Berlin zurRussland nach Berlin zurückgekehrten Pädagogen und Geographen A. F. Büsching. Mehrere Beiträge zeugen von dem Interesse Peter Hoffmanns für die Buchgeschichte. Der Autor geht auf Probleme des Übersetzens und der Auswertung historischer Korrespondenzen ein.
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16. Bruno Widera (1900–1975) als Historiker und Kollegee

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16.Bruno Widera (1900–1975) als Historiker und Kollege

Gedanken anlässlich seines 90. Geburtstages

Der Lebensweg Bruno Wideras war ungewöhnlich. Seine Leistung erfordert Hochachtung. Sein Beitrag zur Mediävistik in der DDR ist bisher nicht dargelegt worden. Das sind Aspekte, die es gebieten, sein Leben und sein Wirken zu würdigen.

Die Biographie Wideras zeigt eine deutliche Zweiteilung. Er wurde am 30. September 1900 im damaligen Königshütte (heute Chorzów) in Oberschlesien geboren. Sein Vater war Kranführer in einem Eisenwerk. Über den ersten Abschnitt seines Lebens – die Jahre bis 1945 – haben wir nur sehr spärliche Nachrichten, die im Wesentlichen auf seine eigenen Angaben zurückgehen.

Von 1906 bis 1914 besuchte er die Volksschule in Königshütte. Ab Oktober 1914 bis zu seiner Entlassung 1924 arbeitete er in den Vereinigten Königs- und Laurahütten als Walzwerker. 1918 wurde er Mitglied der Gewerkschaft des Deutschen Metallarbeiterverbandes. Nach seinen eigenen Worten, die Fritz Klein in einem Nachruf zitierte, war das für Bruno Widera ein wichtiger Einschnitt, denn jetzt „regte sich in mir das Interesse zur geistigen Fortbildung.“1 Der Besuch der Heimvolkshochschule der Gewerkschaften in Gera-Tinz hat die Erweiterung seines geistigen Horizonts wesentlich gefördert. Weitgehend autodidaktisch vervollständigte Widera seine Kenntnisse der deutschen und der polnischen Sprache, die er als im zweisprachigen Gebiet Aufgewachsener beide von Kindheit an sprach, dazu erlernte er die russische Sprache. Außerdem wandte er sich historischen Fragen zu, wobei ihn von...

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