Show Less
Restricted access

Religion – Macht – Freiheit

Deutsches Neuland: Eine Zwischenbilanz

Series:

Edited By Thomas Brose

Zwar schreitet die Säkularisierung in Europa voran, aber der Prozess einer Re-Spiritualisierung gewinnt an Fahrt. Fragen, die unsere Gesellschaft unabhängig von konfessionellen Bindungen bewegen, lauten: Worauf können wir uns verlassen? Was sind Werte, die wirklich zählen? Braucht Europa das Christentum? Aber auch: Welche Gefahren birgt Religion in sich? Können moderne Menschen mit guten Gründen glauben?
Show Summary Details
Restricted access

Historische Zäsuren. Zur konfessionellen Grundstruktur Deutschlands

Extract

Historische Zäsuren.Zur konfessionellen Grundstruktur Deutschlands

Ulrich Ruh

1.

Am 6. August 1806 ging die lange und wechselvolle Geschichte des „Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation“ zu Ende, als der 1792 noch mit allem zeremoniellen Aufwand in Frankfurt zum Kaiser gekrönte Habsburger Franz II. die Kaiserwürde niederlegte. Dieses Datum markiert auch eine entscheidende Zäsur in der deutschen Kirchengeschichte, in besonderem Maß für die katholische Kirche.

Einen konstituierenden Bestandteil des „Alten Reichs“ bildeten die geistlichen Reichsstände, von den drei geistlichen Kurfürsten (Köln, Mainz und Trier) über die Fürstbischöfe mit ihren weltlichen Herrschaftsrechten im jeweiligen „Hochstift“ bis zu den Reichsklöstern, von denen besonders viele im deutschen Südwesten lagen. Die geistlichen Territorien wurden schon drei Jahre vor dem Ende des Reichs durch den Reichsdeputationshauptschluss von 1803 aufgelöst. Spätestens seit dieser Zeit ist Säkularisation ein feststehender Begriff.

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.