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Schreibberatung und Schreibförderung: Impulse aus Theorie, Empirie und Praxis

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Edited By Sandra Ballweg

Schreibberatung und Schreibförderung an Schulen und Hochschulen werden mit unterschiedlichen Ausrichtungen und in verschiedenen Formaten betrieben. Die Beiträge in diesem Band beleuchten theoretische Grundlagen, stellen Ergebnisse empirischer Forschung vor und geben Impulse für die praktische Ausgestaltung von Schreibförderangeboten. Dabei nehmen die Autorinnen und Autoren verschiedene Fachperspektiven ein – von Deutsch- und Schreibdidaktik über Linguistik und Fremdsprachendidaktik bis hin zu Psychologie und Pädagogik – und spannen den Bogen von den Merkmalen wissenschaftlicher Texte mit ihren kulturspezifischen Besonderheiten über das Schreiben in den Fächern und den Umgang mit Mehrsprachigkeit bis hin zur konzeptionellen und organisatorischen Gestaltung von Schreibzentren.

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Gesche Keding (Lüneburg) & Ingrid Scharlau (Paderborn) - Drei Einflüsse auf Schreibberatung und ein integriertes Modell der Selbststeuerung für Schreibberaterinnen und Schreibberater

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Gesche Keding (Lüneburg) & Ingrid Scharlau (Paderborn)

Drei Einflüsse auf Schreibberatung und ein integriertes Modell der Selbststeuerung für Schreibberaterinnen und Schreibberater

Abstract The chapter addresses the self-regulation of academic writing consultants, be they students, instructors or members of writing centres. Its focus is on the complexity of writing and writing consultation, including the tension between expert and process consultation and the often underestimated role of disciplinary cultures in writing. In order to understand the complexity of this process, a pragmatic model (which includes the three elements of clients, problem definition and methods, each of which is complex in itself) is proposed. This model can be used for professional purposes.

1. Einleitung

Dass Schreibprozesse und entsprechend Schreibberatungen komplexe Prozesse sind, ist ein Allgemeinplatz – er gilt für alle Beratungsprozesse. Schreibberatung im wissenschaftlichen Kontext ist jedoch auf eine spezifische Weise komplex, da zweierlei Beratungsweisen, die Experten- und die Prozessberatung (Schein, 2000),1 eine Rolle spielen, die in einem Spannungsverhältnis stehen. Zudem kommt die beratende Person meist aus einer Fachkultur, die dieses Spannungsverhältnis noch weiter verkomplizieren kann, in Konzepten von Schreibberatung bislang aber unsichtbar bleibt. Wir stellen in diesem Beitrag ein Modell vor, das diese Komplexität sichtbar macht.

Das Modell ist aus Erfahrungen in der systemisch und transaktionsanalytisch geprägten Beratungspraxis entstanden und bezieht sich auf das tatsächliche Beratungshandeln und die innere Orientierung der Berater_innen während dieses Handelns (Kannnicht/Schmid 2015: 101...

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