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Propädeutik der Unterrichtsmethoden in der Waldorfpädagogik

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Angelika Wiehl

Das Theoriekonzept der waldorfpädagogischen Unterrichtsmethoden von Angelika Wiehl beschreitet Neuland, da zum Theoriebestand der Waldorfpädagogik bisher wenige wissenschaftliche Arbeiten vorliegen – und das, obwohl seit 2000 das wissenschaftliche Interesse an der Waldorfpädagogik stetig steigt. Als zentralen Punkt hebt die Autorin hervor, dass die Unterrichtsmethode mit dem Weg identisch sei, den die Erkenntnis geht. Das Buch stellt argumentativ klar begründet ein neues Forschungsfeld vor, das eine große Relevanz für den zukünftigen Dialog zwischen der Allgemeinen Pädagogik und der Waldorfpädagogik hat. In der Propädeutik der waldorfpädagogischen Unterrichtsmethoden wird die Waldorfpädagogik als ein entwicklungsoffenes Arbeitsfeld vorgestellt.
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Vorwort

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Die Arbeit über die Propädeutik der Unterrichtsmethoden in der Waldorfpädagogik geht von den Erfahrungen aus, die ich während meiner über fünfundzwanzigjährigen Tätigkeiten an Waldorfschulen und Waldorflehrerseminaren gesammelt habe. Dabei tauchte wiederholt die Frage nach den Grundlagen und Prinzipen der Methoden des Waldorfunterrichts auf, die Rudolf Steiner von der Gründung der ersten Waldorfschule an zwar exemplarisch, aber nicht konzeptionell ausgearbeitet hat.

Im Laufe meiner Tätigkeit in der Waldorflehrerausbildung entwickelte ich Kurse zur Methodik waldorfpädagogischer Unterrichte mit einem künstlerischen und rhythmisierenden Duktus. Die dafür erprobten Unterrichtsmethoden verlangten eine Systematisierung, eine jahrgangsspezifische Ausformung und eine schriftliche Darstellungsform, um sowohl im Rahmen der Lehrerbildung als auch in der alltäglichen Unterrichtspraxis darauf zurückgreifen zu können. Nach dem Selbstverständnis der Waldorfpädagogik widerspricht aber eine Praxisanleitung für Unterrichtsmethoden der Idee des künstlerisch-schöpferischen und individualisierten Unterrichtens. Ein Forschungsvorhaben tat sich auf: Waldorfmethodik impliziert weder ein Regelwerk, noch kann sie eine Methodensammlung für die Anwendung im Unterricht sein; sie ist selbst nur ein Entwurf, den es für die sich entwickelnden Kinder und für spezifische Unterrichtssituationen auszugestalten gilt. Waldorfmethodik bedeutet also ein propädeutisches Methodenkonzept.

Vor diesem Hintergrund ist die vorliegende Dissertation als eine Auseinandersetzung mit den unterrichtsmethodischen Prinzipien der Waldorfpädagogik entstanden. Sie legt themenbezogen ihre eigene Methodik offen und diskutiert die erkenntnisphilosophischen Grundlagen der Waldorfmethodik.

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