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Transnationale Mobilität in der beruflichen Erstausbildung

Beeinflussende Faktoren in der Phase der Berufsorientierung für eine grenzüberschreitende Mobilität im Bodenseeraum

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Gregor Thurnherr

Gregor Thurnherr untersucht beeinflussende Faktoren bei Jugendlichen in der Berufsorientierung im Hinblick auf eine duale Berufsausbildung im Nachbarland. Dazu stellt er ein Grundlagenmodell zu Berufsorientierung und Mobilität vor. Die Datenerhebungen fanden in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz bei Jugendlichen, Lehrpersonen, Schulen und Betrieben statt. Der Autor zeigt, dass am Berufsorientierungsprozess beteiligte Akteure über Ausbildungsmöglichkeiten im benachbarten Ausland kaum informiert sind. Berufliche Ausbildungen im Nachbarland verlangen von den Jugendlichen persönliche Reife und die Bereitschaft, sich auf eine unbekannte Umgebung einzulassen. Ungewisse Erwartungen von Betrieben und Berufsschulen sowie die Distanz von Bezugspersonen hemmen die Jugendlichen.
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Mobilität von Arbeitnehmern/-innen wird als Lösung verschiedener Herausforderungen (z.B. Fachkräftemangel, demographische Entwicklung) gesehen. Trotz nationaler und internationaler Strategien, hoher Ausbildungsqualität und marktwirtschaftlichem Druck absolvieren wenige Jugendliche im benachbarten Ausland und insbesondere im internationalen Bodenseeraum eine berufliche Ausbildung. Es bestehen kaum Erkenntnisse darüber, in welchem Alter Jugendliche in ihrer beruflichen Karriere bzw. Berufsorientierung beginnen, sich mit Fragen (transnationaler) Mobilität auseinanderzusetzen und diese Möglichkeit für ihre berufliche Entwicklung in Betracht zu ziehen.

Die vorgestellte Studie untersucht Faktoren, die Jugendliche in ihrer Berufsorientierung beeinflussen, sich für oder gegen eine duale Berufsausbildung im angrenzenden Nachbarland zu entscheiden. Zudem zeigt sie auf, inwieweit sich Jugendliche der Sekundarstufe I als Zielgruppe für Aktivitäten der transnationalen Mobilitätsförderung eignen.

Als wichtiges Element der Arbeit wird ein eigenes Grundlagenmodell zur Berufsorientierung insbesondere im Hinblick auf Mobilität vorgestellt, theoretisch verortet und mit Daten aus der eigenen Untersuchung verifiziert. Das Grundlagenmodell beschreibt Faktoren der Umwelt und der Person sowie den Entscheidungsprozess der in sozialer und beruflicher Mobilität mündet. Dabei erfolgt eine Strukturierung der verschiedenen Einflussebenen. Die Datenerhebungen fanden bei Jugendlichen, Lehrpersonen und Betriebsakteuren mit qualitativen und quantitativen Methoden statt und wurden in den drei Bodenseeländern Deutschland, Österreich sowie der Schweiz durchgeführt.

Die Untersuchung zeigt auf, dass Jugendliche, Lehrpersonen und Betriebsakteure über Ausbildungsmöglichkeiten im Ausland kaum informiert sind. Eine berufliche Ausbildung im Nachbarland verlangt persönliche Reife und Selbstvertrauen. Zudem bestehen bei den Jugendlichen „Grenzen...

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