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Synthesen in der Musik des 19. Jahrhunderts

Rainer Wilke

Musikalisches Material – Themen, Motive, deren Komponenten – erscheint in der Musik des 19. Jahrhunderts im Verlauf von Kompositionen in neuen Zusammensetzungen. Für deren verschiedene Strukturen wird der Begriff «Synthese» mit differenzierenden adjektivischen Bestimmungen eingeführt. Synthesen können unterschiedliche Funktionen im Verlauf der Stücke übernehmen. Der Autor geht den motivischen wie formalen Strukturen sowie deren Funktionen analytisch nach und untersucht den motivisch-thematischen Prozess, der diese Synthesen hervorbringt und bestimmt. Dadurch ergibt sich ein differenziertes Bild der materialen wie formalen Gegebenheiten – durchaus auch außerhalb geläufiger Schemata.
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Folgerungen

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Nach dem Abschluss der Analysen lassen sich einige Folgerungen festhalten.

Der Begriff ‚Synthese‘ erweist sich als Bezeichnung für bestimmte Strukturen der Musik des 19. Jahrhunderts als tragfähig und sinnvoll. In der Differenzierung mit den Zusätzen ‚komplex’ oder ‚additiv‘ lassen sich zudem unterschiedlich angelegte Synthesen im Bereich der Syntax bzw. Faktur oder im motivisch-thematischen Bereich gegeneinander abgrenzen.

Im Zusammenhang mit den motivisch-thematischen Prozessen wird in der Gegenüberstellung der Verläufe ‚teleologisch‘ einerseits und ‚retrospektiv‘ andererseits die Möglichkeit eröffnet, verschiedene Vorgänge innerhalb einer Komposition in Bezug auf die Arbeit mit bzw. Verarbeitung von motivischem Material begrifflich zu fassen.

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