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Wissenschaft und globales Denken

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Franz Gmainer-Pranzl and Angela Schottenhammer

Ökonomische Dynamiken, politische Transformationen, internationale Vernetzung sowie die Kommunikation durch neue Medien sind Indikatoren einer «Globalisierung», die heute viele Bereiche des Lebens erfasst. Doch bedeutet eine solche Expansion und Internationalisierung wirtschaftlicher Prozesse, technischer Entwicklungen und politischer Ordnungen, dass «globales Denken» als (selbst)kritischer Diskurs zum Tragen kommt? In kritischem Kontrast zu Globalisierungsstrategien fragen die Beiträge dieses Bandes danach, inwiefern der Bezug auf globale Zusammenhänge die gewohnten Zugänge und Methoden der Wissenschaft herausfordert und verändert. Nicht «Globalisierung» als Erfolgsstrategie, sondern «globales Denken» als kritischer Anspruch steht im Zentrum der Überlegungen dieses Tagungsbandes.
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INGOs in Haiti: Entwicklungsakteure als Promotoren von Alternativen zur Entwicklung?

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Haiti

Die „Perle der Karibik“, das stolze Land mit der einzigen erfolgreichen Sklavenrevolution der Geschichte, die erste unabhängige schwarze Republik. Für gewöhnlich sind dies nicht die Assoziationen, die einem sofort in den Sinn kommen, wenn man an Haiti denkt. Ganz im Gegenteil, Haiti ist als „Republik der NGOs“ bekannt, als Land mit der zweithöchsten Anzahl an ausländischen NGOs (Nichtregierungsorganisationen) weltweit.1

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