Show Less
Restricted access

Wissenschaft und globales Denken

Series:

Edited By Franz Gmainer-Pranzl and Angela Schottenhammer

Ökonomische Dynamiken, politische Transformationen, internationale Vernetzung sowie die Kommunikation durch neue Medien sind Indikatoren einer «Globalisierung», die heute viele Bereiche des Lebens erfasst. Doch bedeutet eine solche Expansion und Internationalisierung wirtschaftlicher Prozesse, technischer Entwicklungen und politischer Ordnungen, dass «globales Denken» als (selbst)kritischer Diskurs zum Tragen kommt? In kritischem Kontrast zu Globalisierungsstrategien fragen die Beiträge dieses Bandes danach, inwiefern der Bezug auf globale Zusammenhänge die gewohnten Zugänge und Methoden der Wissenschaft herausfordert und verändert. Nicht «Globalisierung» als Erfolgsstrategie, sondern «globales Denken» als kritischer Anspruch steht im Zentrum der Überlegungen dieses Tagungsbandes.
Show Summary Details
Restricted access

Reziprokes Empowerment in der Entwicklungszusammenarbeit: It takes two to tango

Extract



1.   Auftakt

Schenkt man gegenwärtigen Gesellschaftsanalysen und entwicklungspolitischen ExpertInnen Glauben, befinden wir uns in einer von einem fundamentalen Umbruch geprägten Epoche. Der Blick richtet sich dabei vorwiegend auf die zunehmend interdependente und multipolare Weltgesellschaft.1 Globalisierungsprozesse resultieren in einer Verschiebung gesellschaftlicher Kräfteverhältnisse.2 Die westliche Vorherrschaft beginnt bereits zu bröckeln. Bisher galt die Armutsreduzierung im entwicklungspolitischen Diskurs als vordergründiges Handlungsmotiv. „Teile und herrsche“ heißt es jedoch bei Paulo Freire,3 der vermeintlich gut gemeinte globale Handlungen als Instrument zur heimlichen Machtreproduktion entlarvt.

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.