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Die Tätigkeit von Schulpsychologen

Eine Untersuchung an beruflichen Schulen in Bayern

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Tobias Greiner

Tobias Greiner befasst sich in seinem Buch mit der Berufsgruppe der Schulpsychologen, über deren Tätigkeit sehr unterschiedliche Vorstellungen kursieren. Anhand einer spezifischen Berufsfeldgruppe – den Schulpsychologinnen und Schulpsychologen aus dem beruflichen Schulwesen in Bayern – erfasst er systematisch die schulpsychologische Tätigkeit in ihrem Wirkungsgefüge. Über eine schriftliche Vorab-Befragung, ein leitfadengestütztes, problemzentriertes Experteninterview sowie ein strukturiertes Telefoninterview erreicht der Autor einen tiefgreifenden und gleichzeitig breiten Datensatz. In einer Vollerhebung werden sämtliche für die schulpsychologische Tätigkeit relevanten Determinanten aus Sicht dieser Personengruppe aufgearbeitet.
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8 Folgerungen und Anregungen

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8Folgerungen und Anregungen

Ausgehend von den theoretischen Grundlagen und unter Berücksichtigung inhaltsähnlicher Forschungsvorhaben wurde mit der hier vorliegenden Arbeit eine umfassende Deskription der Tätigkeit von Schulpsychologen aus dem beruflichen Schulwesen in Bayern vorgenommen. Dabei wurden aus Sicht der derzeit tätigen Schulpsychologen das Bedingungsgefüge und die Ausgestaltung der Beratungstätigkeit in ihren zentralen Punkten untersucht und dargestellt. Die folgenden Ausführungen greifen vorab diskutierte Aspekte auf, verlassen jedoch die Ebene der wissenschaftlichen Diskussion, indem sie auch weiter blickende Betrachtungen darstellen. Sie sollen zugleich Empfehlungen und Konsequenzen für die Beratungspraxis bieten, wie Anregungen sein, Konzeptionen schulpsychologischer Tätigkeit weiter zu denken.

Die Schulpsychologen der hier vorliegenden Untersuchung sehen Hemmnisse in der Tätigkeitsausführung und benennen Schwachstellen in der Umsetzung einer qualitativ hochwertigen Beratungsarbeit. Sie haben eine differenzierte aber sehr konkrete Vorstellung bezüglich möglicher Veränderungen, die der eigenen Professionalisierung und dem Berufsbild von Schulpsychologie dienlich wären. Gemäß der Annahme von INÄBNIT (2007) würde sich – trotz aller Heterogenität – ein einheitlicheres Auftreten der Schulpsychologen bekräftigend auf ihre Identität auswirken (vgl. ebd. 2007, S. 144). Die Schärfung der Identität von Schulpsychologie bedeutet primär Veränderungen, welche einen Einfluss auf die Bereiche `Person` und `Rahmenbedingungen` (siehe dazu Kapitel 2.1.7) haben. Um dies erreichen zu können, müssten einerseits wesentliche Eckpunkte eines gemeinsamen Modells für die Aus-, Fort- und Weiterbildung entwickelt und andererseits die äußeren institutionellen Rahmenbedingungen für die Schulpsychologen aus...

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