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Die Partnerschaftsgesellschaft mit beschränkter Berufshaftung (PartG mbB) als gesetzgeberische Zwischenstation der Liberalisierung des Gesellschaftsrechts Freier Berufe

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Martin Kienzler

Martin Kienzler untersucht in seinem Buch den Nutzen der PartG mbB für die Rechtsanwaltschaft. Der Schwerpunkt liegt auf sämtlichen haftungsrechtlich relevanten Fragen in Bezug auf die Haftung der Gesellschaft, insbesondere aber in Bezug auf die persönliche Haftung der Gesellschafter (Partner). Im Ergebnis zeigt sich eine positive Bewertung dank der versicherungsrechtlichen Ausgestaltung, da die persönliche Haftungsbefreiung durch eine liquide Versicherung aufgefangen wird. Die Untersuchung erschöpft sich jedoch nicht in der Bewertung der PartG mbB. Nach einer rechtsvergleichenden Gegenüberstellung zur britischen LLP nimmt der Autor das tradierte Bild des Freien Berufes unter die Lupe, wobei er eine Öffnung aller Gesellschaftsformen für Freie Berufe de lege ferenda vorschlägt und auch begründet.
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Dritter Teil: Die Partnerschaftsgesellschaft mbB (§ 8 Abs. 4 PartGG)

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Neue Gesetzesentwürfe gehen mit dem Umstand einher, dass nicht jeder Einzelfall in der Zukunft bedacht werden kann. Das Ziel dieses Kapitels ist die Suche nach möglichen Problemen, die sich mit der neuen Rechtsform auftun; infolgedessen soll eine Lösung angeboten werden. Darüber hinaus gilt es die Partnerschaftsgesellschaft mbB im Folgenden aus haftungsrechtlicher Sicht zu untersuchen und die Eigenarten der hybriden Rechtsform mit versicherungsrechtlicher Lösung herauszuarbeiten. Im Vordergrund steht auch hier wieder die Haftung von Rechtsanwälten. Das Ziel ist die Bewertung der neuen Gesellschaftsform für Freie Berufe, um im anschließenden Kapitel auf Lücken und Versbesserungsvorschläge aufmerksam zu machen.

Am 3. Februar 2012 hatte das Bundesjustizministerium die Partnerschaftsgesellschaft mit beschränkter Berufshaftung (PartG mbB) als neues Organisationsmodell für Angehörige Freier Berufe vorgeschlagen.381 Hierzu sollen unter anderem einschlägige Vorschriften des Partnerschaftsgesellschaftsgesetzes und der Bundesrechtsanwaltsordnung entsprechend geändert bzw. ergänzt werden. Ziel der Reform ist die Modernisierung des Berufsrechts Angehöriger Freier Berufe. Im Vordergrund steht das Haftungskonzept der Partnerschaftsgesellschaft. Den Freiberuflern soll eine deutsche Alternative zur britischen Limited Liability Partnership (LLP) geboten werden. Die bisherige Haftungsstruktur der Partnerschaft wurde zum Teil als nicht befriedigend empfunden.382 Zwar wird mit der Partnerschaftsgesellschaft eine Rechtsform angeboten, die unter anderem den Vorteil einer transparenten Besteuerung mit einer Handelndenhaftung nach § 8 Abs. 2 PartGG verbindet.383 Bei großen Partnerschaftsgesellschaften stößt diese Haftungskonzentration indessen auf ihre Grenzen. Schwierigkeiten entstehen dort, wo Aufgaben von Teams innerhalb der Partnerschaftsgesellschaft bearbeitet ← 73 | 74 → werden. Die aufgrund...

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