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«Quo vadis, Kommunikation?» Kommunikation – Sprache – Medien / «Quo vadis, Communication?» Communication – Language – Media

Akten des 46. Linguistischen Kolloquiums in Sibiu 2011- Proceedings of the 46 th Linguistics Colloquium, Sibiu 2011

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Ioana-Narcisa Cretu

Quo vadis, Kommunikation? Kommunikation – Sprache – Medien ist der Tagungsband des 46. Linguistischen Kolloquiums an der Lucian-Blaga-Universität in Sibiu/Hermannstadt, Rumänien. Die Essays beleuchten die Rolle der Medien in der heutigen Kommunikation: sie sind zugleich Ausgangspunkt oder Anwendungsgebiet von Betrachtungen zu den traditionellen Kernbereichen der Linguistik oder zur Angewandten Linguistik. Der Band umfasst Beiträge in deutscher, englischer und französischer Sprache von 30 verschiedenen Universitäten aus 14 Ländern.
Quo vadis, Communication? Communication – Language – Media presents contributions of the 46th Linguistics Colloquium at the University of Sibiu, Romania. The essays offer a critical review of the influence of modern media on communication and how media have become the subject of research in different linguistic fields. The volume comprises papers in German, English and French from 30 different universities.
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Ist das Deutsche demokratischer geworden? Von der Hochsprache zur Standardsprache

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1    Zur Fragestellung und Methode

Die folgenden Ausführungen gelten einem Teilaspekt des Rahmenthemas, das die Veranstalter für das 46. Linguistische Kolloquium in Sibiu/Hermannstadt gewählt haben. Das Rahmenthema lautet „Quo vadis, Kommunikation?“ und ist aufgeteilt in die Teilthemen Kommunikation, Sprache und Medien. Die Frage „Quo vadis?“ stammt aus einer Petrus-Legende. Auf der Flucht vor Neros Christenverfolgungen soll Petrus Jesus begegnet sein und ihn gefragt haben: „Wohin gehst Du?“. Dieser habe geantwortet, er wolle sich noch einmal kreuzigen lassen. Daraufhin sei Petrus umgekehrt, um in Rom den Märtyrertod zu erleiden (vgl. Büchmann 1964, 452). Die Frage „Quo vadis?“ hat also mit der Richtung zu tun, in die jemand geht, und mit der Möglichkeit der Umkehr.

Als germanistischer Linguist wende ich mich dem Teilthema „Sprache“ zu und stelle das Deutsche in den Mittelpunkt. Ich frage, in welche Richtung sich das Deutsche seit dem 19. Jh. entwickelt hat und wie diese Entwicklung zu bewerten ist. Das Rahmenthema und der Titel dieses Beitrags sind in übertragenem Sinn zu verstehen. Die Kommunikation kann nicht „gehen“ und eine Sprache kann nicht „demokratisch“ sein. Wohl aber können sich Kommunikationsmittel und Kommunikationspraxis in bestimmte Richtungen weiterentwickeln, und eine Sprache kann Züge aufweisen, die einer demokratisch verfassten Gesellschaft mehr oder weniger gut entsprechen. Wir wollen also fragen, ob sich das Deutsche in eine Richtung entwickelt hat, die zu einer demokratischen Verfassung passt.

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