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Psychotherapie in der GKV zwischen alten Kontroversen und gesetzlicher Neuregelung

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Astrid Wallrabenstein

Der Sammelband des Instituts für Europäische Gesundheitspolitik und Sozialrecht (ineges) enthält Vortrags- und Diskussionsbeiträge zu den im aktuellen Koalitionsvertrag geplanten Reformen zum rechtlichen Rahmenwerk der Psychotherapie und der psychotherapeutischen Versorgung. Hintergrund ist das 1999 in Kraft getretene Psychotherapeutengesetz, welches mit dem Psychologischen Psychotherapeuten und dem Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeuten zwei neue akademische Heilberufe schuf, die erstmals auch an der kassenärztlichen Versorgung teilnehmen konnten. Experten aus Theorie und Praxis sowie aus Wissenschaft und Politik äußern sich im vorliegenden Buch zu aktuellen Fragen der psychotherapeutischen Versorgung und Vergütung, der Anerkennung von Behandlungsmethoden und der Gestaltung der Berufsausbildung.
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Die ambulante Psychotherapie aus Sicht der Krankenkassen

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The author demonstrates on the basis of studies initialized by the statutory health insurance “Techniker Krankenkasse” that psychotherapy is a major issue in today’s health care system. Not only do more psychotherapists participate in the medical supply, but there is also an increasing number of diagnosed mental illnesses observable. This development indicates that mental illnesses are progressively freed from taboos. Nevertheless, this is accompanied by the treatment of rather benign diseases. Yet, in order to treat seriously ill people adequately the medical supply has to be adjusted whereby for instance a flexibilization of the applied methods has to be taken into consideration. But in any case the quality of the therapies must not suffer. Still, their accuracy has to be improved.

I.Der Weg zum Psychotherapeutengesetz

Bis zum Inkrafttreten eines Psychotherapeutengesetzes (PsychThG) im Jahr 1999 war es ein langer Weg. In den frühen 1960er-Jahren mussten sich die Patienten noch vor den Sozialgerichten die Übernahme der Kosten für Psychotherapie erstreiten. Erst seit 1967 gehört die Psychotherapie überhaupt zu den Regelleistungen der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) in der Bundesrepublik Deutschland. Allerdings waren zunächst nur Ärzte zur Behandlung zugelassen. Seit dem Jahr 1972 war dann ein sogenanntes Delegationsverfahren möglich. Das bedeutet: Nichtärztliche Psychotherapeuten (in der Regel Psychologen) konnten auf diesem Wege zumindest unter Vorbehalt des Arztes Patienten behandeln. Daneben bestand nur die Möglichkeit, Leistungen der Psychotherapie per Kostenerstattung in Anspruch zu nehmen. Einzig die Techniker Krankenkasse (TK) traf Vereinbarungen, die Direktabrechnungen auch...

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