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Der literarische Text und I-Faktoren in der Übersetzung

Anhand ausgewählter Werke Zbigniew Herberts im Deutschen und Englischen- Eine kontrastive trilinguale Analyse

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Piotr Sulikowski

Der Autor erörtert übersetzungswissenschaftliche Probleme des literarischen Textes und definiert die diesen Begriff konstituierenden Faktoren – Indexikalität, Interkulturalität, Intersemiotizität und Intertextualität in der medialen Ära. In der Analyse poetischer Texte Zbigniew Herberts samt ihren Übersetzungen ins Englische und ins Deutsche beschreibt er die in der Übersetzung erscheinenden und diese bedingenden Phänomene wie Bedeutungsmigration, Interkultur und ihre Kondominien, Wissensdomänen und Äquivalenzfelder. Die Abhandlung enthält zudem aktuelle, textbasierte Interpretationen ausgewählter Werke des berühmten polnischen Dichters Zbigniew Herberts und leuchtet die kulturell und sprachlich bedingten Rezeptionsunterschiede des Originals und der Übersetzungen aus.
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4. I-Faktoren in der Poesie Zbigniew Herberts

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Die im Titel der vorliegenden Abhandlung gennannten I-Faktoren (Indexikalität, Intertextualität, Intersemiotizität, Interkulturalität) beeinflussen, wie bereits festgestellt, sowohl die Ausgangsgestalt des Originals im Moment seiner Entstehung, wie auch den während jeder Lektüre in der Kognition entstehenden Metatext, wobei die einzelnen Metatexte voneinander weitegehend unterschiedlich sind. Der Gehalt der I-Faktoren ist stark mit der Zeit der Lektüre verbunden, wobei die größte Dynamik die IT und IS-Relationen aufweisen. Die IX und die IK unterliegen ebenfalls einem Wandel, der jedoch auf einem mäßigen Niveau stattfindet.

Im vorliegenden Kapitel unterzogen wir den umfangreichen Band Herberts Wiersze zebrane (a5, 2008 [WZ]), der die meisten (insgesamt 401) Gedichte Zbigniew Herberts aus den Jahren 1956–1998 enthält, einer eingehenden Analyse, deren Zweck die qualitative und quantitative Bestimmung der I-Faktoren war. Das Vorkommen der genannten Faktoren beeinflusst die nationale und internationale Rezeption des Dichters und leistet einen bedeutenden Beitrag zur Übersetzbarkeit seiner Texte und – was damit zusammenhängt – trägt zur Erhöhung der Popularität seiner Werke bei.

In jeder Kategorie der I-Faktoren ließen sich auf Grund des Vergleichsmaterials Subklassen abstecken, die folgende Eigenschaften besitzen.

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