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Adjektivvalenz und präpositionale Komplemente

Eine framebasierte Untersuchung zu Syntax und Semantik der präpositionalen Komplemente bei Adjektiven

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Lyubomyr Matsekh-Ukrayinskyy

Thema des Buches ist eine korpus- und framebasierte Beschreibung der semantischen und syntaktischen Struktur der präpositionalen Komplemente bei Adjektiven unter Berücksichtigung der Ergebnisse der aktuellen Valenzforschung. Eine weitere Komponente ist die Bestimmung von Kriterien und Testverfahren zur Unterscheidung zwischen obligatorischen und fakultativen präpositionalen Komplementen und Supplementen. Das vom Autor verwendete Untersuchungsmodell enthält die Angaben zu Argumentstruktur, semantischer und syntaktischer Valenz des entsprechenden Adjektivs, zur Obligatheit bzw. Fakultativität des präpositionalen Komplements und zum Frame, zu welchem dieses Adjektiv gehört.
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5. Die Testverfahren für die Adjektivvalenz

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5.  Die Testverfahren für die Adjektivvalenz

Um obligatorische von fakultativen Kpräp und diese von Supplementen zu unterscheiden, werden verschiedene TV eingesetzt. Im Anschluss an die oben erläuterten Form- und Bedeutungsrelationen werden drei TV vorgestellt, welche einerseits das Vorhandensein dieser Relationen feststellen, andererseits die Unterscheidung zwischen den obligatorischen und fakultativen Kpräp und Supplementen ermöglichen: Der Reduktionstest (RT), der Folgerungstest (FT) und der Anschlusstest (AT) (Zifonun et al. 1997: 1043–1051). Darüber hinaus werden weitere syntaktische TV zur Abgrenzung der regierten und der nichtregierten PP behandelt: der Pronominaladverbtest (PAT), der Erfragbarkeitstest (ET), der Test der Überführung in einen Nebensatz mit Korrelat (ÜT) und der Konstanztest (KT). Die TV PAT, ET und ÜT basieren auf den TV von Schierholz (Schierholz 2001: 131–184). Der KT basiert auf der Annahme, dass die Präposition in einem PO nicht austauschbar ist (u. a. Koniuszaniec 1986: 69 und Zifonun et al. 1997: 1035–1037).

5.1 Der Reduktionstest

Der RT wird auf der syntaktischen Ebene angewendet. Hierzu wird eine vollständige kommunikative Minimaleinheit, also der Vollsatz, benötigt (Zifonun et al. 1997: 1043). Der Satz wird so lange um einen Satzteil (Ausdruck) reduziert, bis die Elementarproposition festgestellt ist. Es werden also aus dem Satz Satzteile entfernt, um festzustellen, durch welche Weglassung der Satz ungrammatisch wird. Der entfernte Satzteil, durch den der Satz sowohl syntaktisch unvollständig als auch inhaltlich unverständlich wird, wird als ein obligatorisches Kpräp eingestuft. Durch den RT wird damit...

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