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Le défi de la forme dans les nouvelles de Pierre Mertens

Une esthétique du genre narratif et une herméneutique existentielle

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Julie Hahn

Cette thèse a pour objet l’étude des recueils de nouvelles de Pierre Mertens, écrivain belge, dont l’œuvre s’inscrit dans la littérature-monde en français. Dans l’hypothèse avancée, il s’agit de démontrer que, bien que l’intrigue s’estompe, de multiples réalités sont représentées. Celles-ci se rattachent à l’originel et à la vie au 20e siècle, les fragments rassemblés reconstruisent le monde et visent sa totalité. Les domaines de la poétique de la nouvelle et une distinction narratologique (dits et non-dits) forment la charpente de la table des matières, les philosophies de l’existence soutiennent l’herméneutique existentielle. La découverte des structures complémentaires et des contenus témoignent du dialogue étroit entre les nouvelles qui sont à l’image de la valise à double fond.
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Résumé allemand

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Die literarische Novelle, eine Außenseiterin unter den Gattungen, wie die Literaturgeschichte des 20. Jahrhunderts zeigt, hat mein Interesse geweckt. Der Forschungsstand zeigt, dass die frankophone Novelle, insbesondere die belgische Novelle und somit die Novellen von Pierre Mertens (seine Novellensammlungen wurden zwischen 1970 und 2007 veröffentlicht) bisher noch wenig rezipiert worden sind.

Um die Interpretamente der Novelle freizulegen, orientiert sich vorliegende Untersuchung an den beiden von Daniel Grojnowski vorgeschlagenen ästhetischen Instrumenten: der Morphologie und den Schreibstrategien. Als Voraussetzungen werden zwei grundsätzliche Hypothesen angenommen: Erstens: Die Handlungen der Novellen treten zu Gunsten des Stils in den Hintergrund. Zweitens: Trotz der vermeintlich fehlenden Handlungen werden mannigfaltige Wirklichkeiten dargestellt, die sowohl an das Thema der Herkunft und des Ursprungs („l’originel“) als auch an das des Geschehens des 20. Jahrhunderts geknüpft sind. Beide Aspekte begründen die existenzielle Hermeneutik von Pierre Mertens. Der erste Teil der Arbeit stellt die terminologische Polemik zur „Modernität“ und „Postmodernität“ dar, aus der sich der für das Verständnis des Werkes unumgängliche Schlüsselbegriff entwickelt: die Mannigfaltigkeit („la multiplicité“). Auf dieser Grundlage werden die Aussagen unter Berücksichtigung der variierenden Kontexte analysiert.

Was eine mögliche Klassifikation der ausgewählten Texte betrifft, werden mehrere Novellentypen unterschieden – die metaphorische Novelle, die „nouvelle monodique“ (eine Stimme) oder auch die Anti-Novelle. Betrachtet man den Einfluss der vergangenen und zeitgenössischen Strömungen, so stellt man fest, dass die Neugestaltung der Novelle Wandlungen hervortreten lässt, die stilistisch als vielf...

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