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Schüleraustausch und interkulturelle Kompetenz: Modelle, Prinzipien und Aufgabenformate

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Gabriela Fellmann

Dieses Buch wurde mit dem Ludger-Schiffler Preis für Fremdsprachendidaktik 2015 ausgezeichnet.

Das Buch behandelt mit interkultureller Kompetenzentwicklung ein Thema aus der aktuellen Curricularentwicklung und deren Kompetenz- und Outputorientierung. Die Autorin entscheidet sich im Kontext einer Schüleraustauschfahrt für ein qualitatives Untersuchungsdesign, welches Handlungsforschung ( action research) im Feld, in der Doppeldimension von Forschung und Unterricht zulässt. Die Ergebnisse werden für eine Konkretisierung des Byramschen Modells (1997) genutzt und münden in die Entwicklung von begegnungsdidaktischen Prinzipien für die Gestaltung von Schüleraustauschfahrten. Abschließend präsentiert die Autorin einen praktisch erprobten Vorschlag eines phasenorientierten Modells für Schüleraustauschfahrten mit Aufgabenformaten zur Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung.
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2 Entstehungsgeschichte und Verlauf der Studie

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Die Entstehung der vorliegenden Studie geht vor allem auf die Implementierung des Begriffs „interkulturell“ in den Schulcurricula sowie die persönlichen Erfahrungen der forschenden Lehrkraft als Koordinatorin eines COMENIUS-Projektes1 zurück.

So wurde erstens mit den KMK-Bildungsstandards (2003: 6) offiziell „die Ausrichtung auf interkulturelle Handlungsfähigkeit“ für den Fremdsprachenunterricht vorgenommen. Der Begriff „interkulturelle Handlungs- und Kommunikationskompetenz“ wurde als oberstes Lernziel für das Fach Englisch in den niedersächsischen Rahmenrichtlinien (2003: 8) implementiert, ohne dass er konkreter definiert wurde. In den niedersächsischen Kerncurricula (2006: 8) wurde der Begriff „sprachliche und interkulturelle Handlungsfähigkeit“ als übergeordnetes Ziel fremdsprachlichen Unterrichts aufgenommen, wobei auch hier eine Konkretisierung, insbesondere auch in Hinsicht auf eine mögliche Operationalisierung in der Schulpraxis, fehlt(e).

Zweitens arbeitete die forschende Lehrkraft im Rahmen eines multilateralen COMENIUS-Schulpartnerschaftsprojekts zu „Jugendkultur im europäischen Vergleich“ bzw. Comparisons between Youth Culture in Europe an einem niedersächsischen Gymnasium konkret an der Thematik „interkulturelles Lernen“.2 Sie nahm dabei die Aufgabe der Projektkoordinatorin auf internationaler und innerschulischer Ebene wahr. Der Projektantrag sah vor, dass Schülerinnen und Schüler ihren eigenen kulturellen Hintergrund erforschen und darstellen sollten. Anschließend sollte ein Austausch über die eigene kulturelle Identität mit den Schülerinnen und Schülern der sechs europäischen Partnerschulen stattfinden, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Jugendkultur zu erfahren. Dabei ← 31 | 32 → sollte sowohl bei den Schülerinnen und Schülern als auch bei den Lehrkräften die Neugierde auf andere Sprachen und Kulturen...

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