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Schüleraustausch und interkulturelle Kompetenz: Modelle, Prinzipien und Aufgabenformate

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Gabriela Fellmann

Dieses Buch wurde mit dem Ludger-Schiffler Preis für Fremdsprachendidaktik 2015 ausgezeichnet.

Das Buch behandelt mit interkultureller Kompetenzentwicklung ein Thema aus der aktuellen Curricularentwicklung und deren Kompetenz- und Outputorientierung. Die Autorin entscheidet sich im Kontext einer Schüleraustauschfahrt für ein qualitatives Untersuchungsdesign, welches Handlungsforschung ( action research) im Feld, in der Doppeldimension von Forschung und Unterricht zulässt. Die Ergebnisse werden für eine Konkretisierung des Byramschen Modells (1997) genutzt und münden in die Entwicklung von begegnungsdidaktischen Prinzipien für die Gestaltung von Schüleraustauschfahrten. Abschließend präsentiert die Autorin einen praktisch erprobten Vorschlag eines phasenorientierten Modells für Schüleraustauschfahrten mit Aufgabenformaten zur Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung.
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6 Erkenntnisinteresse und Fragestellungen dieser Studie

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Das aus den bisherigen Ausführungen der vorherigen Kapitel begründete Erkenntnisinteresse sowie die daraus abgeleiteten Fragestellungen dieser Arbeit werden in diesem Kapitel dargestellt.

6.1 Erkenntnisinteresse

Die für diese Studie zentrale empirische Untersuchung hat die Erforschung bzw. Sichtbarmachung (individueller) interkultureller Lernprozesse im Gesamtkontext einer Austauschfahrt nach England zum Ziel. Die mögliche Entwicklung interkultureller kommunikativer Kompetenz der am Austausch teilnehmenden Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 8 soll hierbei untersucht werden. Auf der Grundlage der gewonnenen Daten soll einerseits eine Bestätigung bzw. eine Konkretisierung von Byrams Modell (1997) zu interkultureller kommunikativer Kompetenz für Begegnungssituationen vorgenommen werden, andererseits empirisch erkundete begegnungsdidaktische Prinzipien für die Gestaltung von interkulturellen, fremdsprachlichen Begegnungen vorgelegt werden. Da das Erkenntnisinteresse aus der schulischen Praxis erwachsen ist, soll – nach dem Motto „aus der Praxis für die Praxis“ – ein theoretisch fundiertes und reflektiertes sowie Theorie erweiterndes model of good practice einer Schüleraustauschfahrt mit Materialien bzw. Aufgabenformaten für die Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung entwickelt und erprobt werden (Vorschlag für ein Modell für Schüleraustauschfahrten). Die Vor- und Nachbereitung sowie die Durchführung der Begegnung sollen in enger Verzahnung mit dem schulischen Englischunterricht erfolgen. Die Kombination von Erleben und Reflektieren der Lernenden während der Begegnung soll untersucht werden. Das model of good practice soll exemplarischen Charakter haben mit dem Potenzial zur Übertragbarkeit auf andere Austauschformate bzw. andere Zielsprachen.

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