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Wortschatzlernen in bilingualen Schulen und Kindertagesstätten

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Edited By Anja Steinlen and Thorsten Piske

Das Buch präsentiert Forschungsergebnisse zur Wortschatzentwicklung bei Lernern in Kindertagesstätten, Grundschulen und weiterführenden Schulen mit bilingualem Unterricht bzw. bilingualer Betreuung. Der Band verdeutlicht, wie sich bilingualer Unterricht/bilinguale Betreuung auf das Wissen um Wörter in mehr als einer Sprache auswirken, und weist gleichzeitig auf Unterschiede und Parallelen zwischen dem Wortschatzerwerb im Erst- und Zweitspracherwerb hin. Einige der Kapitel gehen darüber hinaus der Frage nach, welche Strategien Betreuungs- und Lehrkräfte anwenden sollten, um den Erwerb lexikalischen Wissens kontinuierlich und unter Berücksichtigung inhaltlicher Anforderungen effektiv bei bilingualen Lernern fördern zu können.
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Lexikalische Mittel der Textkonstitution in der L2 Englisch

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Der folgende Artikel untersucht die Verwendung lexikalischer kohäsiver Mittel als eines der sprachlichen Mittel der Textkonstitution und geht damit über die traditionellen Ebenen der Wortschatzbetrachtung hinaus. Die Datengrundlage bilden mündliche L2-Lernerdaten des Englischen, die zu Beginn und Ende eines Immersionsprogrammes an einer deutschen Grundschule erhoben wurden. Zusätzlich werden Kinder mit und ohne Vorkenntnisse aus einer bilingualen Kindertagesstätte miteinander verglichen. Die Studie zeigt, dass die lexikalische Kohäsion von der ersten zur vierten Klasse signifikant zunimmt, ihre Hauptentwicklung jedoch in einer Verschiebung der Subkategorien hin zu semantisch komplexeren und spezifischeren Relationen liegt. Gleichzeitig nehmen die interindividuellen Unterschiede deutlich ab. Zwischen Kindern mit und ohne L2-Vorkenntnisse(n) ergeben sich keine statistisch signifikanten Unterschiede, aber Trends zur Signifikanz.

1.   Lexikalische Kohäsion und deren Erwerb

Die Betrachtung des Erwerbs sprachlicher Kompetenzen und ihrer Entwicklung beschränkt sich immer noch weitgehend auf die Laut-, Wort- und Satzebene. Diese Präferenz gilt auch für Studien zum Erwerb lexikalischer Kompetenzen – diese beziehen sich neben der reinen Wortebene maximal auf die Kombination einzelner Wörter, entweder im Satzzusammenhang oder als Formeln. Und dann? Über der Satzebene greift ein weiteres linguistisches Regelsystem, das sich unter anderem auch lexikalischer Mittel bedient, nämlich die sogenannte Kohäsion.

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