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Hegel in der Kritik zwischen Schelling und Marx

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Wolfdietrich Schmied-Kowarzik

Dieses Buch thematisiert, auf zentrale Fragestellungen Hegels bezogen, die beiden grundlegendsten Kritiken seines absoluten Idealismus. Hegels Dialektik ist der Versuch, den Geist als das Übergreifende über sich als Denken und sein Anderes, das Sein, zu begreifen. Doch kann der Geist in dieser Dialektik das Sein immer nur als Gegenstand des Denkens fassen, nicht aber als eigenständige Wirklichkeit, der es selbst mit angehört. Dies arbeitet Schelling in seiner Auseinandersetzung mit der Logik seines Jugendfreundes Hegel heraus und expliziert dies insbesondere am Problembereich der Naturphilosophie. Unabhängig davon kommt etwas später Marx zu einer ganz ähnlichen Kritik, die er vor allem an Problemstellungen der Gesellschafts- und Geschichtsphilosophie darlegt.
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Vorwort

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Der Band Hegel in der Kritik zwischen Schelling und Marx versammelt Sektions- und Plenumsvorträge, die ich durch vierzig Jahre hindurch von 1974 bis 2014 auf Internationalen Hegel-Kongressen gehalten habe. Fünfzehn davon trug ich auf den alle zwei Jahre in verschiedenen Weltstädten stattfindenden Kongressen der Internationalen Hegel-Gesellschaft vor, vier weitere auf Kongressen der Internationalen Hegel-Vereinigung bzw. auf gemeinsamen Konferenzen beider Gesellschaften.

Obwohl die Vorträge zeitlich weit auseinanderliegen und auch ganz verschiedene Themen der Hegelschen Philosophie und ihrer Kritik anschneiden, durchzieht sie doch ein ‚roter Faden‘, der ihre vollständige Sammlung in einem Band rechtfertigt. Dieser ‚rote Faden‘ liegt in der Explikation der systematischen Kritik am absoluten Idealismus Hegels, wie sie sowohl von Schelling als auch von Marx – wiewohl von zwei unterschiedlichen Seiten her – vorgebracht wird. So genial Hegels Dialektik mit ihrem Übergreifen des Geistes über sich als Denken und sein Anderes, das Sein, auch ist, der Geist kann in dieser Dialektik das Sein immer nur als Gegenstand des Denkens fassen, nicht aber als Wirklichkeit, der er selber mit angehört. Hegels Dialektik lebt aus einer Verleugnung der Eigenständigkeit des Existierens, dies ist es, was Schelling in seinem langen Ringen mit der Wissenschaft der Logik seines Jugendfreundes Hegel herausarbeitet und insbesondere bezogen auf den Problembereich der Philosophie der Natur ausführt.1 Unabhängig davon kommt etwas später auch Marx als ‚Enkelschüler‘ Hegels zu einer ganz ähnlichen Kritik der Hegelschen Dialektik, die er vor allem am Problem der gesellschaftlichen Entwicklung und den Aufgaben der...

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