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Triangulation in der Fremdsprachenforschung

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Edited By Daniela Elsner and Britta Viebrock

Fremdsprachenlernen und Fremdsprachenunterricht sind facettenreiche Forschungsgegenstände, deren Untersuchung ein komplexes Design verlangt. Um ein multidimensionales Bild der ablaufenden Prozesse zu erhalten, werden in der fremdsprachlichen Unterrichtsforschung immer häufiger rekonstruktive und interpretative Verfahren mit standardisierten quantitativen Methoden verbunden. Methoden-, Theorie-, Daten- oder Beobachtertriangulation werden zur Überprüfung von Forschungsergebnissen sowie zur Erweiterung von Erkenntnismöglichkeiten eingesetzt. Die Beiträge in diesem Band zeigen die unterschiedlichen Dimensionen des Triangulationskonzepts, seine theoretischen Grundlagen sowie praktische Anwendungen. Sie sind im Anschluss an die zweite forschungsmethodische Sommerschule der Deutschen Gesellschaft für Fremdsprachenforschung (DGFF) entstanden.
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Competences and Motivation in the Bilingual History Classroom (COMBIH) – Eine Längsschnittstudie zu deutsch-englischem Geschichtsuntericht an Gymnasien

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Sara Dallinger1/ Kathrin Jonkmann

Die Studie COMBIH untersucht die Entwicklung der Englisch- und Geschichtsleistungen sowie der Motivation und Emotionen der Schülerinnen und Schüler im bilingualen Geschichtsunterricht. Dabei werden Eingangsunterschiede zwischen bilingual und regulär einsprachig unterrichteten Lernern zu Beginn des bilingualen Geschichtsunterrichts berücksichtigt. Der Schwerpunkt des Beitrags liegt auf der Darstellung und Erörterung des triangulativen Gehalts der quantitativen und längsschnittlichen Studie, bei der zu zwei Messzeitpunkten in Klassenstufe 8 Kompetenztests und Fragebögen für Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte an Gymnasien in Baden-Württemberg eingesetzt wurden.

In den letzten Jahren kann in einigen Bundesländern ein Trend zu einer verstärkten und flächendeckenden Einführung bilingualen Sachfachunterrichts beobachtet werden. Beispielsweise wurde in Baden-Württemberg an 65 Gymnasien ein bilingualer Zug eingerichtet und seit 2010 wird deutsch-englischer Sachfachunterricht auch an bis zu 20% aller Realschulen etabliert. In Nordrhein-Westfalen wurde das Programm „Bili für alle“ entwickelt (vgl. Breidbach/Viebrock 2012: 6). Diese politischen Entwicklungen stützen sich teilweise auf wissenschaftliche Studien, die zu überwiegend positiven Ergebnissen bezüglich des bilingualen Sachfachunterrichts kamen: Bilingual unterrichtete Schülerinnen und Schüler scheinen sowohl hinsichtlich ihrer Englisch- als auch ihrer Sachfachkompetenzen von dieser Unterrichtsform zu profitieren (Zydatiß 2007, Lamsfuß-Schenk 2008, Nold et al. 2008, Witzigmann 2011). Weiterhin zeigen sich sowohl Schulleitungen (Hollm et al. 2013), Lehrkräfte (Kollenrott 2008) als auch Eltern ← 181 | 182 →(Dallinger 2013) weitgehend überzeugt vom bilingualen Sachfachunterricht. Im Gegensatz zu dieser „Erfolgsgeschichte“ des bilingualen Lehrens und...

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