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Befähigen, befähigt werden, sich befähigen – Eine Auseinandersetzung mit dem Capability Approach

Gerechtigkeitstheoretische Überlegungen zur Sozialen Arbeit

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Miriam Lange

Ressourcenorientierung, Empowerment und Befähigung als Konzepte der Wertschätzung der Fähigkeiten von AdressatInnen finden in der Pädagogik zunehmend Beachtung. In diesen Diskurs reiht sich der Capability Approach ein. Der gerechtigkeitstheoretische Ansatz – vom Ökonomen Amartya Sen für die Armutsforschung entwickelt und von Martha Nussbaum sozialphilosophisch erweitert – wird zunehmend interdisziplinär rezipiert. Es geht darum, wie es Menschen gelingen oder möglich gemacht werden kann, das Leben so zu führen, wie sie es selbst wünschen. Die Studie geht der Frage nach, welche Handlungsmaximen für Pädagogik und Soziale Arbeit aus dem Verständnis von Befähigung abgeleitet werden können, untersucht den Capability Approach als eine Referenztheorie dafür und bestimmt Soziale Arbeit als Gerechtigkeitsprofession.
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5. Kritische Betrachtung des Capability Approach

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„Der CA hat seinen Stellenwert vor allem im Kontext der Betonung von Gerechtigkeit, der Betonung der individuellen Handlungschancen, des Einklagens von würdigen Lebensbedingungen für jeden Menschen quer durch alle Nationen und Ethnien“ (Vahsen 2012, S. 322).

Die vorangegangenen Kapitel enthielten vor allem eine Hervorhebung der Chancen und Möglichkeiten des CA. In diesem Kapitel soll der CA vor dem thematischen Hintergrund dieser Arbeit eine kritische Betrachtung finden. Besonders hervorzuhebende Aspekte sind, auch dem Zitat nach, Paternalismusvorwürfe, Grenzen der Gerechtigkeit, die auch Nussbaum in ihrem gleichnamigen Werk (2010) thematisiert, sowie politische/staatliche Aspekte und das Phänomen adaptiver Präferenzen. Sie sind auch für die Soziale Arbeit von Relevanz und können vor dem Hintergrund des professionellen Handelns und disziplinärer Postulate kritisch besprochen werden.

Paternalismus und Perfektionismus

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