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Bewegte Sprache

Leben mit und für Mehrsprachigkeit

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Edited By Antonella Nardi and Dagmar Knorr

Mehrsprachigkeit begegnet einem heutzutage überall; sie hat alle Lebensbereiche und Kommunikationsformen erfasst. Mehrsprachigkeit wird gelebt, weil die Mitglieder unserer Gesellschaft selbst mehrsprachig sind. Es sind Personen, die ihre sprachlichen Ressourcen in das gesellschaftliche Miteinander einbringen – so wie Antonie Hornung, der dieser Band gewidmet ist. Hierzu gehört auch der Wechsel zwischen verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen und Regionen. Mit den Personen bewegt sich auch die Sprache. Der Umgang mit Mehrsprachigkeit umfasst individuelle, didaktische und wissenschaftliche Facetten, die in diesem Band beleuchtet werden. Daher sind die Beiträge auf Deutsch, Italienisch, Englisch und Spanisch verfasst und vertreten sprachwissenschaftliche, didaktische und literaturwissenschaftliche Diskurse, die Mehrsprachigkeit in verschiedener Weise thematisieren. Gemeinsam ist ihnen die Basis, einen Menschen als Individuum mit seinen sprachlichen Fähigkeiten wahrzunehmen und wertzuschätzen.
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Schreiblernprozesse in Deutsch als Fremdsprache: Sabine Hoffmann

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Schreib(lern)prozesse stehen seit Jahren im Mittelpunkt der wissenschaftlichen Arbeit von Antonie Hornung. Ihr Interesse deckt dabei die ganze Breite dieses vielschichtigen Forschungsgebiets ab: So sind es das kreative Schreiben und die damit verbundenen Flow-Effekte, auf deren Grundlage sie ein Modell für die Schreibdidaktik entwickelt (Hornung 2002); in anderen Arbeiten liegt ihr Fokus auf den verschiedenen Formen der Textproduktion, wie z. B. der Erstellung von wissenschaftlichen Texten (Hornung 2003). Vor allem aber ist es der Weg, der zum Schreiben führt und den der Lernende im Rahmen institutionellen Sprachunterrichts zurückzulegen hat, dem ihr Interesse gilt, und damit auch der Frage, wie dieser Weg angemessen zu gestalten ist. In dem Zusammenhang stehen ihre Überlegungen zu kooperativen Lernformen (z. B. Hornung 2005). Diesen Themen widmet sich die Jubilarin in ihren zahlreichen empirischen Untersuchungen und in einem Kontext, in dem der Erforschung von fremdsprachlichen Lernprozessen bislang noch relativ wenig Aufmerksamkeit geschenkt wurde. So möchte ich zu Beginn in meinem Beitrag diese für Italien typischen Lern- und Forschungsbedingungen für Deutsch als Fremdsprache kurz skizzieren, um vor deren Hintergrund den Ansatz von Hornung darzustellen und zu positionieren. Im Anschluss daran soll ein weiterer Zugang zu Schreiblernprozessen aufgezeigt werden.

1Forschungsgegenstand Schreiblernprozesse in Italien1

Der gesteuerte Fremdsprachenunterricht in Italien wird allgemein als relativ resistent gegenüber methodischen Erneuerungen geschildert (vgl. Colombo 2005, Fischer 2006, Hornung 1999, Ponti 2001, Thüne 1999b, Simon 2004). In häufig lehrerkonzentriertem und grammatikorientiertem Unterricht scheint die Grammatik-Übersetzungsmethode durchaus keine Seltenheit...

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