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Pragmantax II

Zum aktuellen Stand der Linguistik und ihrer Teildisziplinen- Akten des 43. Linguistischen Kolloquiums in Magdeburg 2008- The Present State of Linguistics and its Sub-Disciplines- Proceedings of the 43 rd Linguistics Colloquium, Magdeburg

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Edited By Katrin Schöpe, Renate Belentschikow, Angelika Bergien and Armin Burkhardt

Dieser Band vereinigt 63 Beiträge in deutscher, englischer und französischer Sprache. Er repräsentiert ein breites Spektrum an Themen und Erkenntnissen aus verschiedenen Bereichen der Linguistik und versucht damit eine kritische Bestandsaufnahme des Faches. Die Beiträge widmen sich Fragestellungen aus den Gebieten der Grammatik, Semantik, Text- und Diskurspragmatik sowie der Angewandten Linguistik. Aufsätze zur kontrastiven Linguistik und zur Fremdsprachendidaktik runden den Band ab.
This volume contains the revised versions of 63 papers, written in German, English and French. It considers a broad spectrum of topics and findings from various areas of linguistics and thereby offers a critical review of the field. The authors address questions ranging from grammar, semantics, text and discourse pragmatics to issues from the field of applied linguistics. The volume is concluded by studies on contrastive linguistics and foreign language pedagogy.
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Sagen, was man meint? Verbale Schutzwälle im argumentativen Diskurs

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Angelika Bergien, Magdeburg

1 Einführung

Gesprächsformeln wie „Ich bin ja nicht kleinlich, aber ... “oder „Ich habe nichts gegen ..., aber ...“ sind uns aus der Alltagssprache wohlbekannt. Ein negatives Urteil wird damit eingeleitet, dass wir eigentlich tolerante und verständnisvolle Leute sind. In der Linguistik werden diese Dementis „Disclaimer“ genannt. Sie sollen uns buchstäblich ‘ent-schuldigen’: Wir sind ja nicht so, wie das „aber“ uns erscheinen lässt, nämlich intolerant, engherzig und so weiter. Ein Disclaimer ist somit die Vorwegnahme eines kritischen Einwandes, den die Adressaten des Satzes erheben könnten. Er bildet gleichsam einen Schutzwall um das positive Selbstbild des Sprechers und zielt auf den Erhalt des Ansehens bei Adressaten.

In der vorliegenden Untersuchung wird am Beispiel britischer Zeitungstexte gezeigt, dass die Verwendung von Disclaimern nicht auf die Alltagssprache beschränkt ist, sondern gerade auch im Bereich politisch-argumentativer Diskurse zunimmt. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass Disclaimer in diesem Bereich weniger konventionalisiert und stärker motiviert bzw. transparent sind. Sie dienen nicht nur der Abwehr virtueller Angriffe, sondern sind häufig auch Reaktionen auf vorangegangene direkte oder indirekte Anschuldigungen.

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