Show Less
Restricted access

Gottes Gerechtigkeit und Evangelium im Römerbrief

Die Rechtfertigungslehre des Paulus im Vergleich zu antiken jüdischen Auffassungen und zur Neuen Paulusperspektive

Series:

Jacob Thiessen

In Bezug auf den Römerbrief des Paulus werden nach wie vor intensive kontroverse Diskussionen geführt. Besonders das Thema Rechtfertigung wurde durch die Neue Paulusperspektive noch wesentlich verstärkt. Diese Studie zeigt die Entwicklung hin zur «neuen Perspektive» auf und legt eine alternative Deutung vor, indem sie sich anhand von zentralen Texten des Römerbriefs mit dem Gedankengut der «neuen Perspektive» exegetisch auseinandersetzt. Auch der «jüdische Kontext» der paulinischen Ausführungen wird untersucht und mit den Aussagen des Apostels verglichen. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass die paulinische «Rechtfertigungslehre» sowohl wichtige soteriologische als auch ekklesiologische Aspekte beinhaltet, die weder getrennt noch gegeneinander ausgespielt werden sollen.
Show Summary Details
Restricted access

Vorwort zur Reihe „Edition Israelogie“

Extract



Die Reihe „Edition Israelogie“ will Beiträge zu einer erneuerten Israellehre liefern. Sie adressiert dabei allerdings nicht Forschungsbereiche, wie die klassische Judaistik, die Judentumskunde oder die Orientalistik. Solche zuletzt genannten Forschungszweige beschäftigen sich primär mit der wissenschaftlichen Erforschung des Judentums in der Vielfalt seiner Erscheinungsformen, wie sie in der Geschichte, in der Kultur, in der Religiösität, in der Philosophie und in jeweils unterschiedlichen Literaturgattungen erfasst werden können. Dabei wird von einem eher neutralen Standpunkt aus versucht, das Judentum zu verstehen. Ähnliches wäre im Blick auf die Orientalistik auszusagen.

„Israelogie“ demgegenüber verfolgt eine andere Zielsetzung. Als Forschungsbereich wird die Israelogie dankbar auf die Forschungsergebnisse der Judaistik, der Wissenschaft vom Judentum, der Orientalistik und ähnlicher, sich mit Israel oder dem Judentum bzw. mit der Semitistik im Allgemeinen beschäftigende Forschungsbereiche zurückgreifen, auch die Ergebnisse der alt- und neutestamentlichen Forschung wird sie berücksichtigen und auswerten. Doch im Rahmen dieser Verlagsreihe soll „Israelogie“ grundsätzlich und dezidiert als ein Teilbereich der christlichen Dogmatik verortet werden. Dabei ist u. a. die Frage relevant, wie die christliche Lehrbildung durch dogmatische Aussagen zum theologischen Verhältnis von Israel bzw. Judentum und christlicher Gemeinde bereichert und qualitativ modifiziert werden kann (bzw. teilweise modifiziert werden muss). Wir befinden uns also bewusst auf christlich-dogmatischem Terrain. Eine Abgrenzung zu und gegenenfalls eine Überschneidung mit anderen Forschungsbereichen überdenkt der Dogmatiker stets im Bereich der Prolegomena, um die Aufgaben der Dogmatik zu konkretisieren. Dort wäre eine Diskussion der Judaistik...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.