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Deutsch in Mittelosteuropa nach 1989

25 Jahre Germanistikstudiengänge, Deutschlehrerausbildung, DaF-Lehrwerke und DaF-Unterricht

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Edited By Ellen Tichy and Viktoria Ilse

Die Wende brachte nicht nur für Mittelosteuropa (MOE) einschneidende Veränderungen in politischer wie bildungspolitischer Hinsicht. In vielen dieser Länder war Deutsch nach der Wende eine der wichtigsten Fremdsprachen an Schulen, in der Lehrerausbildung und an den Universitäten. Autorinnen und Autoren aus Estland, Polen, Tschechien, der Slowakei, Ungarn, Bulgarien, Rumänien und der Republik Moldau beteiligen sich mit insgesamt 18 Beiträgen aus den mittelosteuropäischen Ländern. Thematisch zu gruppieren sind die Beiträge zu den folgenden sechs Schwerpunkten: Studiengänge der Germanistik an Universitäten, die Deutschlehrerausbildung, DaF-Lehrwerke, das Fremdsprachenangebot an Schulen – vor und nach der Wende, Deutsch als Fachsprache und Beiträge, die die allgemeine Entwicklung von Deutsch als Fremdsprache unter diversen Aspekten in ihren Ländern skizzieren.
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Wirtschaftsdeutsch in Ungarn – von der Wende bis 2010

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Viktoria Ilse/ Deutschland/ Ungarn

Einführung

In der Zeit, in der Deutsch als Fremdsprache für sich allein nicht immer und überall gefragt ist, muss ermittelt werden, wo und wie das Deutsche etabliert ist bzw. werden kann. Da scheint es fast so, dass Bereiche wie Wirtschaftsdeutsch wichtige Nischen erobern und damit dem Deutschen als Fremdsprache wieder Aufschwung bringen. Der Begriff Wirtschaftsdeutsch „oszilliert zwischen Fachsprache Wirtschaft (zur Aneignung von Wissen in der Fremdsprache) einerseits und Berufssprache (zur Befähigung zum Handeln in der Fremdsprache) andererseits“ (Braunert 2007: 217). Wirtschaftsdeutsch kann somit nicht ohne die Allgemeinsprache und nicht ohne die Fachsprache existieren. Die Aneignung des Wirtschaftsdeutschen kann demnach ebenso eine Gratwanderung sein, die sich beruflich für den Deutschlerner jedoch positiv auswirken kann.

Der vorliegende Beitrag soll Wirtschaftsdeutsch in Ungarn beleuchten. Hierbei spielt sowohl der Aspekt des Arbeitsmarktes als auch der Geschichte eine wichtige Rolle. Die Geschichte von Wirtschaftsdeutsch in Ungarn umfasst auch die Untersuchung vorhandener Lehrwerke und Anbieter von entsprechenden Kursen. Sowohl Lehrwerke als auch Kurse zielen meist auf eine bestimmte Sprachprüfung ab, die ebenfalls einiger Erläuterungen bedarf. Alle genannten Komponenten werden vor dem Hintergrund der benötigten Kompetenzen in Wirtschaftsdeutsch untersucht. Gerade dieser Fokus zeigt auf, welche Zukunft Wirtschaftsdeutsch in Ungarn hat.

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