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Die Ganztagsschule

Entwicklungsstand, Nutzungspräferenzen und Perspektiven in Mecklenburg-Vorpommern

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Matthias Morten Schöpa

Was für Ganztagsangebote wünschen sich Jugendliche? Erreichen diese Angebote wirklich alle Schüler oder doch nur einzelne Schülergruppen? Wie zufrieden sind sie mit ihnen? Wie wirkt sich die Teilnahme auf die Einstellung zur Schule, zum Unterricht und zu den Lehrkräften aus? Antworten auf diese und weitere aktuelle Fragen zur qualitativen und schülerorientierten Weiterentwicklung von Ganztagsangeboten beantwortet der Autor auf der Grundlage einer umfassenden Analyse der Ergebnisse der ersten Längsschnitterhebung bei Schülern der Jahrgangsstufen 5, 7 und 9 an Ganztagsschulen in Mecklenburg-Vorpommern. Im Fokus der Arbeit stehen hierbei Ganztagsschulentwicklung, Nutzungspräferenzen bei Ganztagsangeboten, Unterrichtsentwicklung und individuelle Förderung an Ganztagsschulen.
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5.2.4 Darstellung der Angebotsstruktur

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Legt man die Argumente für die Einrichtung von Ganztagsschulen sowie ihre Zielsetzungen zugrunde, so scheinen sich die beschriebenen sozialpolitischen (vgl. Radisch/Klieme 2003, S. 14; Appel 2004, S. 24; Holtappels 2005, S. 8; Tillmann 2005, S. 49) und erzieherischen Aspekte (vgl. Holtappels 1994, S. 47; Fölling-Albers 2000, BMFSFJ 2002; Röll 2003, S. 20; Appel 2004, S. 64; Burow/Pauli 2004, S. 36ff.; Höhmann u. a. 2005, S. 170; Holtappels 2005, S. 8) der Ganztagsschule durch diese Aussagen zu bestätigen.

Aus bildungspolitischer Sicht, insbesondere unter dem Aspekt einer besseren individuellen Förderung leistungsschwächerer und -stärkerer Schüler unter Berücksichtigung ihrer individuellen Interessen und Neigungen durch außerunterrichtliche Angebote (vgl. Oelkers 1988, S. 120; Oelkers 2009, S. 38ff.; Europäische Kommission 2001, S. 14; Sekretariat der Ständigen Konferenz der KMK 2002, S. 6f.; Appel 2004, S. 21f.; Tillmann 2005, S. 51; Höhmann u. a. 2006, S. 14), ist jedoch festzustellen, dass für die teilnehmenden Schüler diese Aufgabe von Ganztagsangeboten von geringerer Bedeutung ist als die sozialbezogenen und die hedonistischen Motive.

Da sich die Unterschiede zwischen den jeweiligen Motiven bei der Gesamtheit der befragten Schüler jedoch insgesamt gering darstellen, soll anhand einer differenzierten Betrachtung der Schülergruppen geprüft werden, bei welchen Schülern bestimmte Motive stärker bzw. schwächer ausgeprägt sind.

Im Vergleich von Mädchen und Jungen zeigen sich Auffälligkeiten besonders bei den lernbezogenen Motiven. Kam es bei...

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