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Kurze Texte und Intertextualität

Ausgewählte Beiträge der GeFoText-Konferenz vom 26.9. bis 27.9.2013 in Vaasa

Series:

Mariann Skog-Södersved, Ewald Reuter and Christian Rink

Wann ist ein Text ein kurzer Text? In welchen Bereichen ist es relevant, zwischen kurzen Texten und Kurztexten zu unterscheiden? Welche Verweise bestehen zwischen kürzeren Texten und ihren längeren Bezugstexten? Mit diesen und ähnlichen Fragen beschäftigen sich die Beiträge dieses Bandes, und zwar aus sprach-, literatur- und übersetzungswissenschaftlicher Sicht. Texttheoretische und texttypologische Aspekte werden an Beispielen multimodaler Alltagstexte wie Werbetexten oder Horoskopen, aber auch an literarischen Texten wie dem hermetischen Gedicht und seiner Übersetzung erörtert.
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Zur Intertextualität von Kurztexten in den Fotomontagen und Collagen der dadaistischen Künstler Johannes Baader, Hannah Höch, Raoul Hausmann und John Heartfield

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This chapter’s aim is to unveil and to discuss aspects of intertextuality in the art works of the Berlin DADA-group. A special focus will be placed upon the analysis of short texts in four collages/photomontages by Johannes Baader, Hannah Höch in collaboration with Raoul Hausmann, and John Heartfield. What kind of intertextual references offer these short texts? Do they contribute to a better understanding of the art works, or are they rather irrelevant than enlightening?

1. Einführung

Im vorliegenden Beitrag werden Kurztexte der dadaistischen Kunst literatur- und kulturwissenschaftlich untersucht. Es geht bei dieser Untersuchung um kurze Texte als integrative Bestandteile der dadaistischen Kunst und ihre Bedeutung für das Verständnis des Gesamtkunstwerks. Die Analyse von Kurztexten, die als Teil einer Collage oder Fotomontage erschienen sind, steht hierbei im Vordergrund und betrifft folglich nicht die zahlreichen Manifeste und Programme der Dadaisten, die tendenziell textuell verankert sind. Ein Beispiel dafür ist das von Richard Huelsenbeck 1918 vorgetragene Dadaistische Manifest, welches sämtliche Kerninhalte der Anti-Kunstbewegung beinhaltet und von den führenden Dadaisten unterschrieben ist: Tristan Tzara, Franz Jung, George Grosz, Marcel Janco, Richard Huelsenbeck, Gerhard Preiß, Raoul Hausmann, O. Lüthe, Frédéric Glauser, Hugo Ball, Pierre Albert Birot, Maria d'Arezzo, Gino Cantarelli, Prampolini, R. van Rees, Madame van Rees, Hans Arp, G. Thäuber, Andrée Morosini, François Mombello-Pasquati (Huelsenbeck 1918: 35–41). Bei dem Dadaistischen Manifest handelt es sich um eine rein textuelle Produktion ohne Bilder, Fotos oder...

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