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Kurze Texte und Intertextualität

Ausgewählte Beiträge der GeFoText-Konferenz vom 26.9. bis 27.9.2013 in Vaasa

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Edited By Mariann Skog-Södersved, Ewald Reuter and Christian Rink

Wann ist ein Text ein kurzer Text? In welchen Bereichen ist es relevant, zwischen kurzen Texten und Kurztexten zu unterscheiden? Welche Verweise bestehen zwischen kürzeren Texten und ihren längeren Bezugstexten? Mit diesen und ähnlichen Fragen beschäftigen sich die Beiträge dieses Bandes, und zwar aus sprach-, literatur- und übersetzungswissenschaftlicher Sicht. Texttheoretische und texttypologische Aspekte werden an Beispielen multimodaler Alltagstexte wie Werbetexten oder Horoskopen, aber auch an literarischen Texten wie dem hermetischen Gedicht und seiner Übersetzung erörtert.
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Ist ein Abstract kürzer als sein Bezugstext? Zum Begriff der Kürze

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Shortness of texts may be defined either quantitatively as the number of signs used, or qualitatively as a relation between the number of signs and the quantity of information transmitted. In the latter case shortness is the result of compression of the information in a real or virtual source text. Since literary texts are not informative in the same sense as non-literary texts it is argued that there are no compressed literary texts.

1. Einleitung

Die in der Überschrift gestellte Frage trifft ein Kernproblem: Was heißt eigentlich „Kürze“ eines Texts? Die Kürze bzw. Länge kann natürlich rein quantitativ ausgehend von der Zahl der Zeichen definiert werden. Da ein Abstract weniger Zeichen als sein Bezugstext enthält, ist es in diesem recht trivialen Sinne kürzer als dieser. Weniger trivial wird der Begriff der Kürze, wenn man ihn z. B. im Verhältnis zum „vermittelten Inhalt“ betrachtet, vgl. Nikula (1994: 181). Auch nach einem solchen Begriff der relativen Kürze wäre natürlich ein Abstract kürzer als sein Bezugstext. Der Begriff der Kürze von Texten ist aber an sich nicht trivial. Der Begriff der Kürze ist in der Tat so komplex, dass hier nur einige wenige Aspekte vorgestellt werden können.

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