Show Less
Restricted access

Die Gefäßchirurgie im Ersten Weltkrieg

Series:

Sabine Eckhardt

Bereits Ende des 19. Jahrhunderts hatte man sich mit allen heute gängigen Methoden der Gefäßchirurgie auseinandergesetzt und in diesem Bereich der Chirurgie binnen weniger Jahre wichtige Erkenntnisse gewonnen. Gemäß der oftmals aufgestellten These, ein Krieg bringe für die Medizin, speziell die Chirurgie, Fortschritte, bot sich den Medizinern mit Beginn des Ersten Weltkrieges die Gelegenheit, dieses Wissen zu festigen und zu erweitern. Zeitgenössische Berichte damals tätiger Kriegschirurgen stellen jedoch deutlich die widrigen Bedingungen an der Front dar, die es nahezu unmöglich machten, die bisherigen Erkenntnisse erfolgreich umzusetzen, geschweige denn Fortschritte in diesem komplexen Bereich der Chirurgie zu erzielen.
Show Summary Details
Restricted access

3. Die Wirkung der Geschosse auf den menschlichen Körper

Extract

Im Folgenden wird zunächst eine kurze Übersicht über die unterschiedlichen Geschossarten und ihre Wirkungen auf den menschlichen Körper vermittelt, die essentiell ist, um die daraus folgende Versorgung und Heilung der Verwundungen nachvollziehen zu können.

Im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts schien die industrielle Revolution ihrem Höhepunkt zuzustreben. In immer rascherer Folge gab es neue Erkenntnisse, Entdeckungen und Erfindungen, die Bevölkerungszahlen und damit der Bedarf ließen auf allen Gebieten die Produktion sprunghaft steigen.

Diese Entwicklung schloss auch die Waffenindustrie nicht aus. Alle Militärmächte haben sich seit jeher bemüht, den Gegner mittels überlegener Waffen zu übertrumpfen und die größten Fortschritte in der materiellen Rüstung zu erzielen.

Dementsprechend bot bei Ausbruch des Ersten Weltkrieges die Ausrüstung der großen Militärstaaten ein wesentlich gleiches Bild. Ihre Menge und die zugehörige Munitionsausstattung beruhten auf der Annahme, dass ein europäischer Krieg nur etwa ein Vierteljahr dauern könnte und der Munitionsverbrauch so hoch wie im russisch-japanischen Waffengang sein würde. Eine längere Kriegsdauer konnte sich kein Politiker und Militär vorstellen.56

Waffentechnisch gelangte in diesem Zeitraum eine Reihe von Entwicklungen zur Reife.

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.