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Die Wissenschaft und ihre Sprachen

Series:

Konrad Ehlich and Dorothee Heller

Die Beiträge dieses Bandes zur Wissenschaftskommunikation behandeln – mit unterschiedlichen Methoden und Schwerpunktsetzungen – sowohl die einzelsprachliche Verfasstheit wissenschaftlicher Kommunikation als auch Perspektiven der Mehrsprachigkeit für das Betreiben von Wissenschaft. Die Untersuchungen basieren auf empirischen Beobachtungen zu sprachspezifischen Merkmalen und Konventionen wissenschaftlichen Schreibens, erörtern Probleme der Begrifflichkeit und der Übersetzung und behandeln die Frage der Sprachenwahl in bestimmten Fachbereichen. Ein Schwerpunkt des Bandes liegt beim Erwerb wissenschaftssprachlicher Kompetenz in der akademischen Ausbildung – auch aus der Sicht des Nicht-Muttersprachlers. Diesem Thema, das im Zuge der Internationalisierung des Hochschulbetriebs für die (Fremd-)Sprachdidaktik zunehmend relevant wird, bringt die Wissenschaftssprachforschung in jüngerer Zeit erhöhte Aufmerksamkeit entgegen. Die meisten Beiträge wurden beim 15. Europäischen Fachsprachensymposium ( New Trends in Specialized Discourse, Universität Bergamo, 29. August - 2. September 2005) präsentiert; darüber hinaus konnten weitere Beiträge im Bereich der Wissenschaftskommunikationsanalyse für den Band gewonnen werden.
Aus dem Inhalt: Konrad Ehlich/Dorothee Heller: Einleitung – Konrad Ehlich: Mehrsprachigkeit in der Wissenschaftskommunikation - Illusion oder Notwendigkeit? – Christian Fandrych: Bildhaftigkeit und Formelhaftigkeit in der allgemeinen Wissenschaftssprache als Herausforderung für Deutsch als Fremdsprache – Dorothee Heller: L’autore traccia un quadro… - Beobachtungen zur Versprachlichung wissenschaftlichen Handelns im Deutschen und Italienischen – Kristin Stezano Cotelo: Die studentische Seminararbeit - studentische Wissensverarbeitung zwischen Alltagswissen und wissenschaftlichem Wissen – Sabine Ylönen: Training wissenschaftlicher Kommunikation mit E-Materialien. Beispiel mündliche Hochschulprüfung – Susanne Guckelsberger: Zur kommunikativen Struktur von mündlichen Referaten in universitären Lehrveranstaltungen – Giancarmine Bongo: Asymmetrien in wissenschaftlicher Kommunikation – Klaus-Dieter Baumann: Die interdisziplinäre Analyse rhetorisch-stilistischer Mittel der Fachkommunikation als ein Zugang zum Fachdenken – Marcello Soffritti: Der übersetzungstheoretische und -kritische Diskurs als fachsprachliche Kommunikation. Ansätze zu Beschreibung und Wertung – Karl Gerhard Hempel: Nationalstile in archäologischen Fachtexten. Bemerkungen zu ‘Stilbeschreibungen’ im Deutschen und im Italienischen – Ingrid Wiese: Zur Situation des Deutschen als Wissenschaftssprache in der Medizin – Winfried Thielmann: «…it seems that light is propagated in time…» - zur Befreiung des wissenschaftlichen Erkenntnisprozesses durch die Vernakulärsprache Englisch.