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Straftheorie und Strafgerechtigkeit

Deutsch-Japanischer Strafrechtsdialog

Series:

Henning Rosenau and Sangyun Kim

Der Band versammelt Beiträge des Deutsch-Japanischen Rechtsdialogs in Augsburg. Mit dem Generalthema «Straftheorie und Strafgerechtigkeit» werden Grundfragen des Straf- und Strafprozessrechtes aufgegriffen. Warum bestrafen wir? Wie sind Strafen und wie ist der Strafprozess angemessen auszugestalten, um Gerechtigkeit und Rechtsfrieden zu erreichen? Wie können Bürgerrechte hinreichend geschützt werden? Diese Fragen werden vor dem Hintergrund eines wachsenden Sicherheitsbedürfnisses in den Gesellschaften Japans und Deutschlands erörtert.
Inhalt: Toshikuni Murai: Lay Judges System in Japan – Arnd Koch: Laienbeteiligung im deutschen Strafverfahren. Historische, dogmatische und vergleichende Perspektiven – Katsuyoshi Kato: Konsensuales Strafverfahren - insbesondere Opportunitätseinstellungen und Absprachen in Japan – Henning Rosenau: Die Absprachen im deutschen Strafverfahren – Makoto Tadaki: Zum Einfluss des Opferschutzes auf die Strafgesetzgebung (Strafrecht und Strafprozessrecht) – Joachim Herrmann: Die Entwicklung des Opferschutzes im deutschen Strafrecht und Strafprozessrecht - Eine unendliche Geschichte – Kazushige Asada: Funktion der Strafe und Maßregelbehandlung - Alternativen für die Gesellschaft im Gefühl der Unsicherheit in Japan – Arndt Sinn: Funktion von Strafen und Maßregeln - Alternativen vor dem Hintergrund eines wachsenden gesellschaftlichen Unsicherheitsgefühls in Deutschland und in Japan – Shinichi Ishizuka: Das neue Strafvollzugsgesetz in Japan - die Resozialisierungsfunktion der Strafe – Hans-Ludwig Schreiber: Die Resozialisierungsfunktion der Strafe – Sudo Hyon: Sicherheitsstrafrecht und Feindstrafrecht als strafrechtstheoretische Modelle in Deutschland und in Japan – Günther Jakobs: Zur Theorie des Feindstrafrechts – Yu Kamon: Strafrecht als ultima ratio - Neuere Gesetzgebung in Japan – Sangyun Kim: Anti-soziales Verhalten (anti-social behaviour) und die Funktion von Strafe – Tatjana Hörnle: Strafe als Reaktion auf grob anstößiges Verhalten am Beispiel von Bekenntnisbeschimpfungen und Holocaust-Leugnen (§§ 166, 130 Abs. 3 StGB).