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Die Schule-Elternhaus-Beziehung als Ausdruck des herrschenden Wirklichkeitsverständnisses

Von der Notwendigkeit eines Paradigmenwechsels

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Gerhilt Struben

Schule, Elternhaus und Erziehungswissenschaft sind als pädagogische Kommunikationssysteme selbstreferentielle Systeme, die sich in gegenseitiger Bezogenheit ihre Wirklichkeit selbst schaffen. Die vorgefundene, als gestört erlebte und beschriebene Erziehungs- und Beziehungswirklichkeit ist das Ergebnis kommunikativer Interaktion. Die Denk- und Handlungsmuster, die den gegenwärtigen Herausforderungen nicht mehr angemessen sind, resultieren aus dem zeitgenössischen Wirklichkeitsverständnis, das zunehmend Einseitigkeiten und Verkürzungen aufweist. Der Versuch, mit dem gleichen Denken, durch das die Störungen der Schule-Elternhaus-Beziehung hervorgerufen werden, diese zu bewältigen, muß scheitern, weil durch das Mehr-desselben-Prinzip keine Änderung der Perspektive und somit keine Lösung der Probleme erfolgt. Ein grundlegender Perspektivenwechsel erweist sich als notwendig.
Aus dem Inhalt: Einseitigkeiten und Verkürzungen des traditionellen Wirklichkeitsverständnisses - Dualismus - Defizit-, Konflikt- und Pathologiezentrierung der pädagogischen Sichtweise - Wirklichkeitskonstruktion - Systemisches Denken/Systemtheorie - Konstruktivismus - Selbstreferenz des Kommunikationssystems Schule/Elternhaus/Erziehungswissenschaft - Beobachterkonstrukt.