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Konstruktionsmerkmale der Averroes-Rezeption

Ein religionswissenschaftlicher Beitrag zur Rezeptionsgeschichte des islamischen Philosophen Ibn Ruschd

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Markus Zanner

1998 jährte sich zum achthundertsten Mal der Todestag von Abu Al-Walid Muhammad Ibn Ahmad Ibn Muhammad Ibn Ruschd. In der latinisierten Fassung ist sein Name in der westlichen Welt bis in die Gegenwart präsent: Averroes. Averroes hat sich im Laufe seiner fast 700-jährigen Rezeptionsgeschichte in der westlichen Welt zu einem Topos in der Auseinandersetzung mit dem sogenannten Orient entwickelt. Die Bandbreite der gegenwärtigen Averroes-Konnotationen wirft vielfältige Fragen auf: Läßt sich in der Rezeptionsgeschichte ein Konstruktionsvorgang verfolgen, der zum aktuellen Averroesbild führt? Wie hat sich das Averroesbild im Abendland seit dem 13. Jahrhundert verändert? Läßt sich die gegenwärtige Averroes-Rezeption mit historischen Rezeptionsperspektiven in Verbindung bringen? Die Spuren werden in dieser Arbeit aus religionswissenschaftlicher Sicht verfolgt. Dabei werden wesentliche Etappen der Veränderung nachgezeichnet, die Averroes im Laufe seiner abendländischen Rezeptionsgeschichte erfahren hat.
Aus dem Inhalt: Der historische Averroes: Muhammad Ibn Ruschd – Die scholastische Rezeptionsperspektive: Thomas von Aquin – Die Transformationszeit des Averroesbildes vom Spätmittelalter bis in die Neuzeit – Die Rezeption der Averroes bei Ernest Renan – Beispiele für das Spektrum der Averroes-Rezeptionen im 20. Jahrhundert.