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Orgelunterricht in der seminaristischen Lehrerbildung

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Karen Voltz

Der Dienst als Kantor und Organist gehört zu den häufigsten Nebentätigkeiten des Volksschullehrers im 19. Jahrhundert. Er war sowohl von staatlicher als auch von kirchlicher Seite erwünscht und für die kirchenmusikalische Versorgung im ländlichen und kleinstädtischen Bereich von wesentlicher Bedeutung. Um diese Dienstleistung zu sichern, stellte die Ausbildung zum Organisten einen wichtigen Teil der seminaristischen Lehrerbildung im 19. Jahrhundert dar. Die vorliegende Studie beabsichtigt, diese Ausbildung zu erforschen und in ihrer Eigenart darzustellen.
Dazu werden Ordnungen für die Volksschullehrerbildung in Preußen und Bayern, Berichte und Beschreibungen zum Orgelspiel an den Lehrerseminaren sowie behördlich empfohlene Lehrwerke für den Orgelunterricht analysiert. Einblicke in die konkrete Unterrichtswirklichkeit ermöglicht die Beschreibung des Orgelunterrichts am Lehrerseminar im niederbayerischen Straubing, der anhand von Archivmaterial rekonstruiert werden konnte.
Aus dem Inhalt: Der Orgelunterricht an Präparandenanstalten und Lehrerseminaren in Preußen und Bayern – Analyse ausgewählter Orgelschulen – Einblicke in die Realität des Orgelunterrichts – Einblicke in den Organistendienst – Zur Trennung von Schul- und Kirchenamt.