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Die Gedichte Georg Trakls

Vom Landschaftscode zur Mythopoesie

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Hildegard Steinkamp

Angesichts der fortgesetzten Kontroverse, auch im 100. Geburtsjahr Trakls, über die Bedeutung seiner oft hermetisch wirkenden Verse ist zu fragen, welche Rezeptionsanweisungen der heutige Leser Trakls Gedichten selbst abgewinnen kann, unter bewusstem Verzicht auf hermeneutisch nicht unproblematische biographisch-psychoanalytische Verfahren. Liegen nicht doch vertraute Erfahrungen in Trakls Lyrik verborgen, ablesbar an jenem Wortschatzausschnitt, der wie kein anderer dominant sein Werk durchzieht? Bildet Trakl nicht mit je wechselnden Arrangements von Landschaftwörtern bestimmbare Kontiguitätsbeziehungen ab, die jeder Leser aus Raum und Zeit seiner empirischen Wirklichkeit kennt? Die vorliegende Studie fragt nach der Sinnkohärenz stiftenden Leistung der Landschaftswörter in Text und Entwurf der Gedichte Trakls und verfolgt mit diesem methodischen Zugriff die Genese seiner vielschichtig lesbaren Mythopoesie.
Aus dem Inhalt: Die Gestaltung von Raum und Zeit durch Landschaftswörter in Text und Entwurf der Gedichte - Trakls Verfahren der Bedeutungserweiterung von Landschaftswörtern - Trakls Landschaftscode als Mythos im semiologischen Sinne.