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Die Erziehung zur Individualität und Brauchbarkeit

Das Bild vom Menschen in der Philosophie Christian Wolffs und der Arbeitspädagogik des 18. Jahrhunderts

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Paul Krieger

Christian Wolff (1679-1754) begründet mit seinem philosophischen System aus Ontologie, Ethik und Politik eine wissenschaftliche Aufklärung. Der Mensch soll sein Leben im Einklang mit der Schöpfung, gemäß seiner Natur und seinen Anlagen zur Vervollkommnung und zum Glück gestalten. Diesem Lebensziel verpflichtet Wolff in gleicher Weise Staat und Familie. Dem Bildungskonzept der individuellen Emanzipation stellt die Industriepädagogik des 18. Jahrhunderts mit neuen Arbeitsformen eine vordringliche Erziehung zur beruflichen Ertüchtigung entgegen. Pestalozzi knüpft das Verhältnis von Individualität und Brauchbarkeit neu zugunsten der Mündigkeit und Bildung des einzelnen Menschen. Die historische Untersuchung stellt sich in ihren Ergebnissen gegenwärtigen Fragestellungen nach Bildung aus der Postmoderne, der Berufserziehung und einer allgemeinen auch auf die Umwelt bezogenen Ethik.