Show Less
Restricted access

Pädagogische Kompetenz angesichts subjektiver Belastungsmerkmale von angehenden Lehrerinnen und Lehrern an Hauptschulen

Series:

Sylvia Anderson

In der Hauptschule stellt die Restschulproblematik höchste pädagogische Anforderungen. Wie verkraften Hauptschullehrer die damit verbundenen unvermuteten personalen Herausforderungen? Welche Kompetenzen lassen sie angesichts unausbleiblicher Enttäuschungen die pädagogische Handlungsfähigkeit und -bereitschaft bewahren? Anhand hermeneutischer sowie empirischer Studien wird diese Thematik mit besonderem Blick auf die Person des Lehrers beleuchtet. Die zunehmende Frustrationsanfälligkeit der Hauptschullehrertätigkeit verursacht schon bei Referendaren einen drastischen Einbruch ihres pädagogischen Selbstvertrauens. Wie Untersuchungen zu Burnout belegen, läuft eine solche Beeinträchtigung des psychischen Wohlbefindens Gefahr, sich infolge psychosozialer Wechselwirkungen weiter zu vertiefen. Der in den 70er Jahren festgestellte ‘Praxisschock’ junger Lehrer hat sich im Hauptschulbereich zu einem ‘Praxistrauma’ verwandelt.
Aus dem Inhalt: Der Erziehungsauftrag der Gegenwart unter der pädagogischen Lupe Schleiermachers – Pädagogische Professionalität von Lehrerhandeln aus der Sicht von Oevermann – Die spezifische Hauptschulproblematik – Die Struktur der pädagogischen Kompetenz des Hauptschullehrers – Wechselwirkungen sozialpädagogischer Kompetenz und psychischer Stabilität – Empirische Untersuchung subjektiver Belastungsmerkmale von Grund- und Hauptschulreferendaren sowie ihrer Auswirkungen auf die pädagogische Kompetenz – Mögliche Konsequenzen für die Lehrerbildung.