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Ambulantes psychophysiologisches Monitoring in der psychiatrischen Forschung

Eine Untersuchung der Borderline-Persönlichkeitsstörung

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Ulrich W. Ebner-Priemer

Mit Hilfe eines multimodalen Untersuchungsansatzes wurden zentrale Symptome der Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS) an 48 Patienten und 48 gesunden Probanden untersucht. Das psychophysiologische ambulante Monitoring ermöglichte eine kontinuierliche 24 Stunden Registrierung psychologischer und physiologischer Parameter während des Alltags der Patienten. Ätiologische Modellannahmen der Biosozialen Theorie nach M. Linehan sowie Erklärungsmodelle zur Aversiven Anspannung konnten teilweise bestätigt werden. Labor-Feld-Vergleiche erbrachten Diskrepanzen multipler Beschreibungsebenen sowie die Problematik der Erfassung instabiler Symptomatik über «one-shot questionnaires». Bei der Evaluierung von Therapieeffekten erwies sich die Methodik als veränderungssensitiv und führte zur Frage der notwendigen Länge von Erfassungszeiträumen (d.h. Anzahl der zu aggregierenden Datenpunkte) für instabile Symptome.
Aus dem Inhalt: Ambulantes psychophysiologisches Monitoring – Multimodales Assessment – Psychophysiologische Kovariation – Feld-Labor-Differenzen – Retrospektionseffekt – Borderline-Persönlichkeitsstörung – Ätiologische Modellannahmen – Biosoziale Theorie – Aversive Anspannung – Therapieevaluation.